Kommentar. Umdenken ist gefragt, wenn wir mit der Natur wieder besser auskommen und ihr genug Raum zur Entfaltung geben möchten. Die Bienen sind ein wichtiges Beispiel dafür, wie hoch der Handlungsbedarf inzwischen ist: Wir haben sie arg dezimiert und müssen nun darum kämpfen, dass sie wieder Fuß fassen können.


Blühender Thymian in einem wilden Garten / Foto: Yvonne Salmen

Nichts ist besser für Insekten als wilde Gärten

Dort, wo es in den Beeten und rund um die Sträucher kräftig summt, ist die Welt wieder ein Stück in Ordnung. Idyllische Inseln aus blühenden heimischen Pflanzen sorgen dafür, dass Insekten Nahrung finden und sich die Lücken im Ökosystem hoffentlich wieder schließen. Schotterbeete, kurzgeschorene Rasenflächen und Ziergärten mit prächtigen gefüllten Blüten leisten keinen Beitrag dazu. Sie erfreuen vielleicht teilweise das menschliche Auge und kommen unserem Ordnungssinn entgegen, aber sie bewirken gleichzeitig mehr Zerstörung, als uns bewusst ist. Nichts ist besser für Bienen und andere Insekten als wilde Gärten, oder auch wilde Balkone und Terrassen, wo alles kunterbunt durcheinander wächst, was nahrhaft ist. Alles, was kurzgeschnitten, kultiviert und überzüchtet ist, wird hingegen zur Wüste für unsere Sechsbeiner.

Das Beikraut im Rasen wachsen und blühen lassen

Weniger zu mähen, das ist ein einfacher, aber effektiver Schritt, um Biene und Co. etwas Gutes zu tun. Den Löwenzahn, die Gänseblümchen und den Gundermann gedeihen und vor alle blühen lassen, bevor die Blütenköpfe wieder rollen müssen! Die gefüllten Blüten gezüchteter Zierpflanzen sollte man hingegen lieber weglassen, dort findet sich kein Platz mehr für die Staubblätter und somit gibt es für Insekten nichts zu essen. Viel besser ist es, auf heimische Naturpflanzen zu setzen, von denen immerhin etwa 3.000 zur Auswahl stehen. Bei Wildblumenmischungen gilt es darauf zu achten, dass alle Pflanzen insektenfreundlich sind und nicht aus fremden Gefilden stammen.


Selbst gepflanztes Gemüse macht nicht nur den Menschen auf gesunde Weise satt, sondern auch die Bienen: Sät in eurem Gärten zum Beispiel Zwiebeln, Kürbisse, Kohl, Ackerbohnen, Borretsch, Kräuter und Möhren, um euch selbst und der Natur etwas Gutes zu tun. Nicht zuletzt sind es die Wildbienenhotels, die die Tiere nicht nur anlocken, sondern auch dazu anregen, sich fest anzusiedeln. Einfach mal ein paar Varianten ausprobieren und geduldig sein, dann klappt es auch mit den gestreiften Nachbarn!

Quelle: zdf.de

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