Die isländische Hauptstadt Reykjavík dürfte schon heute zu den klimafreundlichsten Städten der Welt gehören. Denn sämtliche Häuser der rund 121.000 Einwohner werden mit Erdwärme beheizt und beziehen ihren Strom aus umweltfreundlicher Wasserkraft. Dennoch hat die Stadtführung nun weitere ambitionierte Ziele für die Zukunft beschlossen: So soll die Stadt ab dem Jahr 2040 überhaupt keine Klimaemissionen mehr verursachen. Möglich werden soll dies durch Maßnahmen gegen die Zersiedlung und vor allem einen massiven Umbau des Verkehrswesens. Denn spätestens in 24 Jahren sollen sämtliche Fahrzeuge in Reykjavík – ob privat oder in öffentlicher Hand – ausschließlich durch Erneuerbare Energien angetrieben werden. Damit wäre Reykjavík weltweit die erste CO2-neutrale Stadt, die dafür nicht auf den Kauf von Kimazertifikaten zurückgreifen müsste.


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Reykjavík gehört in Island zu den Vorreitern in Sachen Klimaschutz

Die australische Stadt Adelaide verfolgt beispielsweise ähnliche Pläne, will die dennoch verursachten CO2-Emissionen dann aber durch Ausgleichsprojekte neutralisieren. „Städte spielen eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels“, begründet Bürgermeister Dagur B. Eggertsson die ambitionierten Pläne seiner Stadt. Denn Reykjavík geht damit weit über die Klimaziele Islands hinaus. Dies ist allerdings bereits seit längerem so. Schon im Jahr 2009 war Reykjavík die erste isländische Stadt, die ein eigenes klimapolitisches Programm verabschiedete. Island bietet dabei aufgrund seiner geographischen Besonderheiten exzellente Möglichkeiten, um von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden. Reykjavík sieht sich dabei in einer Art Vorreiterrolle.

Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel soll vorangetrieben werden

Teil des Plans ist es zudem, mehr Menschen für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu begeistern. Bisher werden diese nur von rund vier Prozent der Einwohner auch tatsächlich genutzt. Zukünftig soll dieser Wert zumindest auf etwa zwölf Prozent steigen. Damit dies gelingt, soll zudem die zunehmende Zersiedlung gestoppt werden. Neunzig Prozent der neu errichteten Häuser und Büros müssen daher zukünftig innerhalb der heutigen Besiedlungsgrenzen entstehen. Damit folgt die isländische Hauptstadt der Empfehlung von Wissenschaftlern. Diese hatten in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass in dicht besiedelten Städten öfter der öffentliche Personennahverkehr genutzt wird und insgesamt weniger CO2-Emissionen anfallen.


Via: Business Insider

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