Das israelische Shaare Zedek Medical Center meldet eine spannende Entdeckung, die mindestens die Hälfte der Bevölkerung in Entzücken versetzen könnte: Die Forscher haben Nano-Augentropfen entwickelt, die bewiesenermaßen Fehlsichtigkeit korrigiert. Allerdings liefen bisherige Tests ausschließlich an Schweinen.


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Bild: dpa

Etwa 10 % der Menschen sind weitsichtig, 42 % kurzsichtig

Wie viel die Hornhäute von Schweinen und Menschen gemeinsam haben, ist uns nicht bekannt, doch die forschenden Augenärzte geben sich guter Dinge, wenn es um die zu erwartenden Erfolge beim Menschen geht. Nach Angaben der Mediziner in der Zeitschrift »Jerusalem Post« korrigieren die Nano-Tropfen sowohl Weit- als auch Fehlsichtigkeit – und machen bei Bedarf auch das Tragen von Gleitsichtgläsern überflüssig. Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. In den USA leiden etwa 10 % der Bevölkerung unter Weitsichtigkeit und ganze 42 % unter Kurzsichtigkeit, bei uns in Deutschland werden die Verhältnisse sicher nicht besser sein. Menschen in städtischer Umgebung entwickeln doppelt so häufig eine Fehlsichtigkeit wie Personen, die auf dem Land leben, heißt es.

Millionen Brillenträger würden liebend gern ihr Nasenfahrrad loswerden

Die Anwendung soll demnächst auf ganz bequeme Weise erfolgen: Die Patienten messen ihre Augen mit einer Smartphone-App aus und erhalten eine Art Lasermuster. Das Muster wird dann sozusagen auf die Hornhaut gestempelt, mit Hilfe der besagten Tropfen. Schwer vorstellbar das Ganze, und doch erscheinen die Auskünfte seriös, da das Shaare Zedek Medical Center in der Fachwelt ein gewisses Renommee besitzt. Leider ist nicht bekannt, welche Forschungsarbeiten noch erfolgen müssen, bevor tatsächlich die Anwendung am Menschen ansteht. Auch drängt sich noch die Frage auf, wie oft die Nanotropfen angewendet werden sollen, bevor es Erfolge zu verzeichnen gibt und ob Risiken und Nebenwirkungen zu erwarten sind. Also wieder einmal eine Erfindung, die es zu beobachten gilt und deren tatsächlicher Nutzen noch nicht voll einschätzbar ist. Fakt ist nur, dass Millionen von Brillenträgern auf eine derart einfache Lösung warten, um ihr Nasenfahrrad ein für allemal loszuwerden.


Quelle: futurism.com 

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