Die begrenzte Reichweite gehört zu den großen Bedenken gegenüber der Elektromobilität. Zumal die vom Hersteller versprochenen Werte ja wenn überhaupt nur am Anfang erreicht werden. Mit steigendem Alter des Akkus geht dieser Wert zurück. Langzeittests mit einem Tesla zeigen nun, dass dieser Rückgang weniger heftig ausfällt als zu erwarten wäre.


Bild: Christopher Dorobek [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)]

Model S verliert kaum Akkuleistung

Diese Erkenntnis stammt von den Daten einer Gruppe Tesla-Fahrer, die vornehmlich aus den USA stammen. Diese haben Daten wie die gefahrenen Kilometer sowie den Verlust der Akkukapazität in einer Datenbank zusammengetragen, die inzwischen Daten von fast 600 Fahrzeugen enthält, alle vom Typ Model S. Die Gesamtfahrleistung betrug mehr als 38 Millionen Kilometer. Und das Beruhigende: Auch nach sieben Jahren haben die Teslas noch eine Akkukapazität von rund 93 Prozent.

Ein durchschnittlicher Fahrer aus der Gruppe fährt im Jahr etwa 23.000 Kilometer – und die meisten der Fahrer nutzen die Model-S-Version mit 85-kWh-Akku. Nur etwa ein Sechstel der Fahrer fährt die kleine 60-kWh-Version. Den Daten zufolge macht es aber auch kaum einen Unterschied, wie groß der jeweilige Akku ist.


Die Daten stehen zum Download bereit und sind damit überprüfbar. Inwieweit sie auf die Fahrzeuge anderer Hersteller übertragen werden können, ist indes nicht bekannt.

Tesla: Aktie fällt nach Cybertruck-Vorstellung

Tesla selber hat momentan mit einem fallenden Aktienkurs zu kämpfen. Nach der Vorstellung des doch recht eigenwilligen „Cybertruck“ mit seinem kantigen, umstrittenen Design. Nach dem Event, auf dem der Tesla-Pickup vorgestellt wurde, fiel die Aktie des Unternehmens um mehr als 6 Prozent. Elon Musk selber machte damit an einem Tag einen Verlust von 768 Millionen US-Dollar.

Dennoch scheint der Cybertruck durchaus beliebt zu sein. Laut Elon Musk hat Tesla bereits 200.000 Reservierungen entgegengenommen – für ein Auto, das erst ab 2021 produziert werden soll. Allerdings muss bei der Reservierung lediglich eine Anzahlung in Höhe von 100 US-Dollar geleistet werden, die jederzeit zurückgefordert werden kann. Von der Anzahl der Vorbesteller auf die Anzahl derer zu schließen, die den Truck dann auch tatsächlich kaufen, wäre daher wohl fehlgeleitet.

Übrigens: Wer nicht mehr bis 2021 warten will, der kann es wie die Youtuberin Simonie Giertz machen und sich selber einen Tesla-Truck bauen.

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