Die aus Boston stammende Firma Apis Cor hat einen mobilen 3D-Drucker zum Bau von Häusern entwickelt. Damit hat das Unternehmen weltweit schon eine ganze Reihe an Projekten realisiert. Angefangen bei einem Tiny House in Russland bis hin zu günstigen Wohnungen in Kalifornien. Ein Projekt in Dubai stellte die Experten der Firma nun aber vor besondere Herausforderungen. Zum einen sollte dort mit einer Fläche von 650 Quadratmetern das größte jemals mit einem 3D-Drucker gebaute Haus der Welt entstehen. Zum anderen sind die Bedingungen vor Ort für Bauarbeiten extrem schwierig. So ist es tagsüber sehr heiß, während es nachts stark abkühlen kann. Die verwendeten Baumaterialien müssen also hohen Belastungen standhalten.


Bild: Apis Cor

Fenster und Dach mussten noch ergänzt werden

Nikita Cheniuntai, der Gründer und Vorsitzende des Unternehmens, gab seinen Mitarbeitern dennoch einen klaren Auftrag mit: „Die Materialien müssen jederzeit die gewohnten Eigenschaften mit sich bringen, trotz der sich ändernden äußeren Bedingungen.“ Tatsächlich erwies sich der von der Firma entwickelte Baustoff auf Basis von Gips letztlich als gut geeignet für den Einsatz in der Wüste. Rund zwei Wochen lang zog der mobile 3D-Drucker daher seine Runden und errichtete Schicht für Schicht die Grundstruktur des Gebäudes. Zum Abschluss musste dann allerdings doch noch einmal klassisches Handwerk aushelfen. Denn die Fenster und das Dach wurden auf traditionelle Art und Weise ergänzt. Selbiges gilt für einige Stützkonstruktionen.

Bild: Apis Cor

Die Konstruktion soll Hitze weitgehend außen vor lassen

Dennoch konnten die Bauarbeiten durch den Einsatz des 3D-Druckers massiv beschleunigt werden. Gebaut wurde das Haus für die Verwaltung von Dubai. Die entsprechenden Mitarbeiter haben inzwischen auch schon die Arbeit aufgenommen. Dabei profitieren sie von einigen Besonderheiten der Konstruktion. So reflektiert die weiße Außenseite des Gebäudes die Sonnenstrahlen. Dadurch heizt es sich drinnen nicht so stark auf. Außerdem sorgt das verwendete Baumaterial für eine Art abgeschlossene Klimazelle, sodass die Hitze weitgehend außen vorbleibt. Nachdem die Firma nun unter Beweis gestellt hat, dass sie auch größere Gebäude unter nicht einfachen klimatischen Bedingungen errichten kann, erhofft sie sich weitere Aufträge aus aller Welt. Gut möglich also, dass schon bald ein noch größeres Haus aus dem 3D-Drucker errichtet wird.


Bild: Apis Cor

Via: Inhabitat

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