Die Elektrifizierung der Automobilbranche bringt auch für die Zulieferer einige Veränderungen mit sich. Denn zahlreiche heute stark nachgefragte Bauteile könnten zukünftig gar nicht mehr gebraucht werden. Die meisten Unternehmen versuchen daher, den Wandel aktiv mitzugestalten und frühzeitig mit innovativen Produkten auf den Markt zu kommen. So etwa der französische Konzern Valeo. Dieser hat auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas ein Elektroauto für 7.500 Euro präsentiert. Die 5 wichtigsten Fakten:


1. Der Antrieb

Die meisten Hersteller setzen heute auf Hochvoltsysteme. Das Konzeptfahrzeug von Valeo arbeitet hingegen lediglich mit 48 Volt. Dies bringt mehrere Vorteile mit sich. So ist der Antrieb um rund ein Fünftel sparsamer. Außerdem kann so auf verschiedene Sicherheitskomponenten verzichtet werden – was für niedrigere Produktionskosten sorgt. Die Leistungsfähigkeit des Antriebs ist dafür allerdings auch begrenzt.


Rein optisch erinnert das Fahrzeug an andere Kleinwagen mit Elektroantrieb. Foto: Valeo

2. Die Geschwindigkeit

Der eingebaute Elektromotor kommt auf eine Leistung von 20 PS. Damit dauert es rund fünfzehn Sekunden, um von null auf immerhin fünfzig Stundenkilometer zu beschleunigen. Mehr als einhundert Kilometer pro Stunde werden zudem nicht erreicht. Damit dürfte das Auto aber zumindest theoretisch auf deutschen Autobahnen fahren.

3. Der Preis

Alle verbauten Komponenten stammten von Valeo selbst. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Der Akku wurde extern eingekauft. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 7.500 Euro. Allerdings ist bisher kein Verkauf an Endkunden geplant. Vielmehr will der französische Konzern seine grundsätzlichen Fähigkeiten demonstrieren.

4. Das Vorbild

Entwickelt wurde das Konzeptfahrzeug in Zusammenarbeit mit der Jiao Tong University in Shanghai. Dies ist kein Zufall: Als Vorbild diente das chinesische Stadtauto Zhidou. Im Reich der Mitte sind günstige Autos mit niedrigen Geschwindigkeiten im Stadtverkehr bereits heute deutlich öfter zu finden als in Europa.

5. Die Reichweite

Aufgeladen werden könnte das Fahrzeug theoretisch an jeder Ladestation. Dies ist allerdings auch vergleichsweise oft nötig. Denn die Reichweite des Akkus liegt lediglich bei rund einhundert Kilometern. Für den Stadtverkehr dürfte dies in der Regel aber mehr als ausreichend sein. Und für den Einsatz dort ist das Auto ja auch gedacht.

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1 Kommentar

  1. Morgan Tattenberg

    25. Februar 2018 at 23:21

    Erwas kleinkarierte Nörgelei:

    „Die Leistungsfähigkeit des Antriebs ist dafür allerdings auch begrenzt.“
    Natürlich! Auch die vom TESLA Model S. Das unbegrenzte E-Auto gibt es nicht.

    „Damit dürfte das Auto aber zumindest theoretisch auf deutschen Autobahnen fahren.“
    „Aufgeladen werden könnte das Fahrzeug theoretisch an jeder Ladestation.“
    Eigentlich ist das nur praktisch möglich. 🙂

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