Auch beim Bau von Flugzeugen hat sich eine gewisse Arbeitsteilung etabliert. Die Flieger von Airbus beispielsweise werden nicht komplett an einem Standort montiert. Stattdessen gibt es Werke in ganz Europa, die einzelne Teile fertigen, die später dann zusammengesetzt werden. Aufgrund der enormen Größe und des nicht unerheblichen Gewichts gestaltet sich der Transport aber deutlich schwieriger als etwa in der Automobilbranche. So nutzt Airbus durchaus auch Transportmöglichkeiten auf der Straße, der Schiene oder dem Wasser. Oftmals ist dies aber nicht möglich, weshalb die Flugzeugteile dann mit einem Transportflieger transportiert werden müssen. Airbus hat sich daher selbst an die Arbeit gemacht, ein entsprechendes Transportflugzeug zu entwickeln. Das Ergebnis: Der Airbus BelugaXL mit einer Nutzlast von stolzen 51 Tonnen.


Bild: S. Ramadier / Airbus

Die Transportkapazitäten erhöhen sich massiv

Alleine der Frachtraum des Flugzeugs ist 68 Meter lang und acht Meter breit. Kein anderer auf dem Markt befindlicher Transportflieger bietet so viel Platz in diesem Bereich. Die Reichweite liegt zudem bei stolzen 4.000 Kilometern. Dies reicht aus, um alle elf Standorte zu erreichen, die auch vom Vorgängermodell – dem Airbus BelugaST – angeflogen wurden. Allerdings besitzt das neue Flugzeug deutlich mehr Transportkapazitäten. Ein Beispiel: Bisher konnte immer nur ein A350 XWB-Flügel transportiert werden. Zukünftig finden hingegen zwei Exemplare im Frachtraum Platz. Dadurch kann die Zahl der Flüge insgesamt reduziert werden und es erhöhen sich die Transportkapazitäten. Konkret möchte Airbus zukünftig mit der gleichen Anzahl an Flugzeugen rund dreißig Prozent mehr Ladung transportieren. Angetrieben wird der Airbus BelugaXL durch Trent 700-Triebwerke von Rolls-Royce.

Die Entwicklung dauerte rund fünf Jahre

Hier wird schon deutlich: Auch beim Bau des Transportflugzeugs kooperierte der Konzern mit Zulieferern. Gemeinsam wurde auch die besondere Architektur entwickelt. So sorgt unter anderem das abgesenkte Cockpit dafür, dass der Flieger ein wenig aussieht wie ein riesiger Wal. Die Namensgebung und die Lackierung lagen daher auf der Hand. Mit der Entwicklung des Airbus BelugaXL wurde bereits im Jahr 2014 begonnen. Im Juli 2018 fand schließlich der Jungfernflug statt. Anschließend dauerte es noch über ein Jahr und mehr als 900 Flugstunden bis die offizielle Zulassung der Luftsicherheitsbehörden vorlag. Seit Anfang Januar wurde das erste Exemplar nun offiziell in Dienst gestellt und in die Logistikoperationen integriert. Insgesamt sollen später einmal sechs BelugaXL betrieben werden.


Via: Airbus

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