Per Schaltung über den halben Erdball kommunizieren die autonomen Taxis von Waymo mit ihren menschlichen Helfern auf den Philippinen und anderswo auf der Welt: Das erklärte der Chief Safety Officer von Alphabet, Mauricio Peñda, auf einer Anhörung vor dem US-Senat. Alphabet ist der Mutterkonzern von Google – und Waymo setzt wiederum als Tochtergesellschaft das Driverless-Car-Projekt von Google um. Die Einbeziehung weit entfernter, ausländischer Operatoren ist mit Risiken behaftet und wirft Haftungsfragen auf.


Waymo-Taxis fahren bislang nur in den USA

Robotaxis ziehen menschliche Helfer zu Rate

Aktuell fahren die autonomen Robotaxis von Waymo ausschließlich in den USA, und dort nur in den Städten Los Angeles, San Francisco, Austin und Phoenix. Vollständig selbstfahrend sind sie aber nicht, denn wenn sie sich über eine Situation nicht schlüssig, ziehen sie menschliche Helfer zu Rate. Diese Leute nennen sich Fleet Response Agents, sie greifen nicht aktiv in die Steuerung ein, sondern geben dem System nur zusätzliche Informationen. Vorher verschaffen sich die Operatoren einen Einblick in die Lage per Echtzeit-Kamera-Feed der Außenkameras und über die 3-D-Darstellung der Umgebung. Dann schlagen sie dem System einen Weg oder ein bestimmtes Verhalten vor. Die Taxis bewerten diesen Vorschlag und können ihn befolgen – müssen das aber offensichtlich nicht.

Kritiker befürchten Verzögerungen, Cybergefahren und Arbeitsplatzverlust

Das alles kostet natürlich Zeit, vor allem, wenn die kontaktierte Person nicht direkt »nebenan« sitzt. Neben fatalen zeitlichen Verzögerungen befürchten Kritiker wie Senator Ed Markey auch erhöhte Cyberrisiken und machen sich Sorgen um amerikanische Arbeitsplätze. Waymo ist allerdings nicht allein mit diesem Vorgehen: Auch Tesla beschäftigt Remote-Agents.


Die aktuellen Untersuchungen beschäftigen sich vor allem mit einem Unfall, in dem ein Waymo-Taxi und ein Kind involviert waren. Beim autonomen Fahren kommen immer wieder Fragen danach auf, wer im Schadensfall haftbar ist. Auch programmierte Algorithmen sind menschlichen Ursprungs, mit Entscheidungshintergründen, die fehlerhaft oder ethisch bedenklich sein können.

Quelle: futurezone.at  

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