Noch 2018 hat das Basler Parlament diese Initiative abgelehnt, mit der Begründung, dass eine solche Verfassungsänderung auf kantonaler Ebene nicht zulässig sei. Doch jetzt nimmt die Initiative »Sentience« (Empfindungsvermögen) einen erfolgsversprechenden zweiten Anlauf: Die Tiere, die uns Menschen am ähnlichsten sollen, sollen im Schweizer Kanton Basel eigene Grundrechte erhalten, um ihnen das Recht auf Leben und Unversehrtheit zu garantieren. Ein erster Schritt in Richtung Grundrechte für alle Tiere?


Menschenaffen sind hoch entwickelte Primaten Von <a href=“https://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Tbachner“ class=“extiw“ title=“de:Benutzer:Tbachner“>Tbachner</a> – first upload in de wikipedia on 20:19, 10. Feb 2006 by Tbachner, Gemeinfrei, Link

Ihre Ähnlichkeit zum Menschen wird ihnen oft zum Verhängnis

Das Schweizer Bundesgericht winkte den zweiten Anlauf durch, die Bevölkerung des Kantons Basel darf also nun ihre Stimmen für oder gegen die Initiative abgeben. Sentience fordert gesetzlich festgeschriebene Grundrechte für Primaten, denn diese seien »hochintelligent« und verfügten über verschiedene menschenähnliche Fähigkeiten. Affen kommunizieren mit Menschen in Zeichensprache, empfinden Leid und Empathie. Außerdem erinnern sie sich an Vergangenes und denken auch in Richtung Zukunft. Es gibt ungefähr 300 verschiedene Primatenarten, sie zeichnen sich durch ein großes Gehirn aus und entwickeln fortschrittliche gesellschaftliche Strukturen. Ihre Ähnlichkeit zum Menschen wir ihnen allzu häufig zum Verhängnis, denn: Tierversuche mit Affen gelten als besonders lohnenswert.

Nur Basler Institutionen an Kantons-Grundrechte gebunden

Laut Sentience ist der derzeitige Kampf um Grundrechte für Primaten mit der Abschaffung der Sklaverei vergleichbar. Die Tiere sind hoch entwickelt und uns trotzdem ausgeliefert. Allerdings gilt die Baseler Kantonsverfassung ausschließlich für die zugehörigen Kantonsgremien, die Basler Spitäler und Universitäten. Doch dort werden keine Primaten gehalten. Der Basler Zoo wäre nicht direkt an die neuen Grundrechte gebunden, da es sich um eine Aktiengesellschaft handelt. Doch das alles stellt für die Initiatoren erst einmal kein Problem dar: Sie sind an einer Grundsatzdiskussion interessiert, die dazu führen soll, die Beziehungen zwischen Mensch und Tier auf ein neues Niveau zu heben. Basel soll also nur der Startschuss für ein weltumspannendes Projekt zum modernen Tierschutz.


Quelle: badische-zeitung.de

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