Nach 14 Jahren Glanz und Glamour hatte die Designerin Elora Hardy den gut bezahlten Job in einer New Yorker Modefirma gekündigt und erfüllte sich mit dem Bau eines nachhaltigen Bambus-Dorfs auf Bali einen Kindheitstraum. Die Aussteigerin hatte das Leben in New York satt und suchte eine Möglichkeit der Entschleunigung. Wir berichten von diesem begrüßenswerten und auch mutigen Schritt, nahezu alles hinter sich zu lassen und noch einmal komplett neu und im Einklang mit der Natur zu starten.


Bambusdorf
Ein Dorf aus Bambus via Ibuku

Ökodorf aus Bambus schmiegt sich nahtlos in die Umgebung ein

In New York arbeitete Elora Hardy nach dem Abschluss des Studiums bei Donna Karan, eine der erfolgreichsten Modedesignerinnen der Welt und entwarf Muster für Designer-Kleidung. Zuvor zog es die gebürtige Balinesierin von der Trauminsel erst einmal in die USA, um dort ihr Studium aufzunehmen. Trotz einer steilen Karriere, stieg Hardy wieder aus und erfüllte sich ihren Lebenstraum. 2010 kündigte die Designerin und kehrte nach Bali zurück. Begeistert von dem „Green School“-Projekt, ein Gebäude komplett aus Bambus, welches ihr Vater baute, errichtete Hardy ein ganzes Dorf aus Bambus. Hierfür gründete die ehemalige Mode-Schöpferin die Firma „Ibuku“, die Bauten und Möbel nahezu ausschließlich aus Bambus errichtet. Mittlerweile wurden schon mehr als 50 Bambus Häuser gebaut. Als Meisterstück kristallisiert sich dabei das „Green Village“ heraus. Die Häuser des Dorfes fallen von den Platzverhältnissen her sehr großzügig aus.

Bambusdorf
Bambusdorf in der Dämmerung ebenfalls im Einklang mit der Natur via Ibuku

Mittlerweile zählt auch Eloras Bruder, Orin Hardy, mit zum Ibuku-Team. Er studierte ebenfalls in den USA und kümmert sich bei den Projekten um den Gartenbau. Größtenteils besteht das Team aus Indonesiern, die wiederum einen Zusammenschluss aus Architekten, Designern, Gärtnern und Handwerkern sowie Hilfsarbeitern bilden.


Bambusdorf
Bambushaus von innen mit Bambus-Möbel via Ibuku

Bambus ist nachhaltig und wächst schnell

Obwohl Bambus im asiatischen Raum als Baumaterial sehr verbreitet ist, stellen die Häuser von Ibuku, bei denen auch traditionelle Baukünste weiter geführt werden, eine Besonderheit dar. Bambus gilt als ziemlich nachhaltig, da das Holz wieder angepflanzt werden kann und innerhalb von drei bis fünf Jahren wieder ausgewachsen ist. Im Vergleich zu Bäumen, die mehrere Jahrzehnte wachsen, ist das ein riesen Vorteil und eine deutliche Ansage für den Schutz der Bäume. Der für die Errichtung der Bambus-Häuser verwendete Bambus wird von Farmen aus der Region um Bali, Flores und Java bezogen. In Kombination mit einem ausgeklügelten Design und Materialien wie Natursteinplatten können die Designer da weiter machen, wo der Bambus aufgrund seiner natürlichen Struktur und Strapazierfähigkeit an seine Grenzen stößt. Um den Rohstoff vor dem Befall von Insekten zu schützen, muss der Bambus allerdings behandelt werden.

Bambushaus
Bambushaus von innen zeigt großzügigen Wohnbereich via Ibuku

Laut Ibuku hält ein Bambushaus mindestens 25 Jahre, bei guter Pflege sogar ein Leben lang.

Ökodorf aus Bambus im Video vorgestellt

Bildquelle: Ibuku

Quelle: Travelbook

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