Zahlreiche Labore in aller Welt befinden sich auf der Jagd nach einem Corona-Impfstoff. Sobald ein passendes Mittel gefunden ist, beginnt zu Recht eine lange Erprobungszeit, um sicherzustellen, dass die Impfung keine schweren Nebenwirkungen verursacht. Was wäre, wenn es bereits einen Impfstoff gäbe, der bislang gegen eine andere Erkrankung eingesetzt wurde? Vieles deutet darauf hin, dass VPM 1002 so einer ist.


Schützt die Tuberkulose-Impfung auch gegen Corona?

Tuberkulose-Impfung als Grund für weniger Corona-Tote?

Bislang haben die Forscher nur dieses eine Indiz in der Hand: Der Corona-Erreger verbreitet sich überall dort weniger stark, wo eine Tuberkulose-Impfung von Kleinkindern Pflicht war – oder heute noch ist. Auch in Deutschlands Ostens tritt diese Auffälligkeit auf, die DDR schrieb die Impfung bis zu ihrem Ende vor. Eine Studie der University of Michigan, die über 100 Länder mit einbezog, bestätigte den Verdacht, dass die Fallzahlen und Todesfälle sich in den Ländern mit BCG-Impfung signifikant in Grenzen halten. Professor Dr. Christoph Schindler an der Medizinischen Hochschule Hannover sucht deshalb nun Freiwillige, die an einer vertiefenden Studie teilnehmen möchte. Die Probanden sollen dem Pflege- und Rettungsdienst angehören, weil dieser Gruppe besonderer Schutz gebührt.

VPM 1002 als verbesserte Variante eines erprobten Präparats

Der Impfstoff, der gegen den Sars-CoV-2-Erreger getestet werden soll, stammt aus dem Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie. Er ist eine verbesserte Version eines langerprobten Präparats, das in zahlreichen Ländern der Erde jahrzehntelang zur Tuberkulose-Bekämpfung eingesetzt wurde. Das Mittel ist dafür bekannt, die Immunabwehr generell zu stärken und eben nicht nur das Tuberkulose-Bakterium im Visier zu haben. „Im Idealfall verringert die Impfung die Wahrscheinlichkeit, an Corona-Virus-Disease zu erkranken“, so äußert sich Doktor Schindler. Das heißt also, dass die Geimpften wahrscheinlich nicht zuverlässig immun werden, aber hoffentlich deutlich bisher geschützt sind als vorher. Der größte Vorteil in der unspezifischen Immunantwort liegt darin, dass die Patienten sogar dann noch von ihrer Impfung profitieren können, wenn der Virus mutiert.


Quelle: mhh.de

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