Baustellen stellen für die Anwohner oftmals eine nicht unerhebliche Belastung dar. Denn der Baulärm kann auf Dauer die Nerven erheblich strapazieren. Gleichzeitig verursachen die schweren Dieselmotoren nicht unerhebliche CO2- und Schadstoffemissionen. Deswegen aber gar nicht mehr zu bauen, ist natürlich auch keine Lösung. Der Münchener Hersteller von Baumaschinen Wacker Neuson hat daher vor einiger Zeit die sogenannte Zero-Emissions-Reihe ins Leben gerufen. Die Gemeinsamkeit der Produkte: Sie verfügen über einen Akku und werden rein elektrisch betrieben. Begonnen hat diese Entwicklung einst mit einem einfachen Akkustampfer. Nun hat die Firma mit dem EZ17e auch einen Elektro-Kleinbagger auf den Markt gebracht. Theoretisch kann somit nun eine ganze Baustelle ohne Motorenlärm betrieben werden.


Bild: Wacker Neuson

Selbst in Innenräumen kann der Bagger problemlos eingesetzt werden

Der EZ17e wurde von den Ingenieuren ohne Heck-Überstand entworfen. Diese sogenannte Zero-Tail-Bauweise ermöglicht den Einsatz auch an besonders engen Stellen. Insbesondere bei Abbrucharbeiten im Inneren stellt dies einen nicht zu unterschätzenden Vorteil dar. Gleichzeitig kann das Fahrzeug bei diesem Szenario noch eine weitere Stärke ausspielen: Die Belastung für andere in den Räumlichkeiten befindliche Mitarbeiter reduziert sich erheblich, weil keine Abgase mehr ausgestoßen werden. Wie aber wird der E-Bagger mit dem notwendigen Strom versorgt? Dies kann auf zwei Arten geschehen. Zum einen ist es möglich, das Fahrzeug bei stationären Einsätzen per Kabel an die Stromversorgung anzuschließen. Hierbei wird dem Baggerfahrer im Cockpit zu jeder Zeit angezeigt, wie stark die Belastung für das Stromnetz der Baustelle ist.

Staaten dürften irgendwann nachhaltigere Baustellen einfordern

Wird der Strom aktuell an anderer Stelle benötigt, kann der Bagger auch im Akku-Betrieb genutzt werden. Grundsätzlich lässt sich die integrierte Batterie an Stromquellen von 100 bis 415 Volt laden. Im besten Fall ist der Akku dann bereits nach vier Stunden wieder voll geladen. Wird der Bagger hingegen an eine herkömmliche Steckdose angeschlossen, dauert der Vorgang eine Nacht. Auch dies dürfte auf den meisten Baustellen aber kein großes Problem darstellen, weil aus Gründen des Lärmschutzes nachts in der Regel ohnehin keine Bagger schwere Arbeiten verrichten dürfen. Wacker Neuson hat die Zero-Emissions-Reihe auch auf den Markt gebracht, weil das Unternehmen in diesem Bereich zukünftig eine stärkere staatliche Regulierung erwartet. So gehen Experten davon aus, dass eine Änderung des Beschaffungsrechts in der Schweiz auch Auswirkungen auf staatliche Aufträge für die Bauindustrie haben wird. Ökologische und nachhaltige Aspekte dürften an Bedeutung gewinnen.


Via: Wacker Neuson

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