Die Treppe: Sie ist nicht nur der Erzfeind des großen Drachenkriegers, dem Panda aus dem Film »Kung Fu Panda«, sondern sie stellt sich auch vielen gesunden Durchschnittsmenschen als harter Gegner entgegen. Dabei ist sie gar nicht so fies, wie es auf dem ersten Blick scheint. Munteres Stufenlaufen bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern es soll auch glücklich machen.


Treppensteigen kann glücklich machen

Wie wirkt sich intensive Bewegung auf das Wohlbefinden aus?

Am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim sowie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Geoinformatischen Institut der Universität Heidelberg haben sich Forscher eingehend mit diesem Phänomen beschäftigt. Sie kombinierten mehrere Untersuchungsmethoden, um herauszufinden, wie sich intensive Bewegung auf das Wohlbefinden von Menschen auswirkt. Dabei geriet vor allem das Treppensteigen in den Fokus, eine Beschäftigung, die viele lieber vermeiden – vor allem, wenn es sich um mehrere Etagen handelt. Eine Gruppe aus 67 Probanden ließ sich mit Bewegungssensoren ausstatten und nahmen an einem Alltagserhebungsverfahren teil. Sie beantworteten über das Smartphone Fragen zu ihrem Befinden, sobald das Gerät feststellte, dass sie sich bewegten.

Treppensteigen ist gut für psychisch labile Menschen

Weitere 83 Studienteilnehmer unterzogen sich einer Magnetresonanztomografie. Die Wissenschaftler legten dabei einen besonderen Fokus auf die Großhirnrinde, wo sich sozusagen Alltagsbewegung und Wohlbefinden treffen. Der Hirnbereich regelt Emotionen und ist auch verantwortlich für die Resistenz gegenüber psychiatrischen Erkrankungen. Das Ergebnis aller Tests schien ziemlich eindeutig: Gerade Personen, die anfällig für psychiatrische Leiden sind, können durch ganz alltägliche Bewegung ihr Wohlgefühl steigern. Dazu gehört natürlich auch das Treppensteigen, ebenso wie gemütliches Spazierengehen.


»Wach und energiegeladen« könne man sich durch tägliches Treppengehen fühlen, so äußert sich das Karlsruher Institut für Technologie. Ein guter Tipp also, um den langen Corona-Winter gut zu überstehen: Bewegung, Bewegung, Bewegung! Und wenn ihr nur zwischendurch ein Stockwerk hoch und wieder runter rennt.

Quelle: badische-zeitung.de

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