Das Prinzip »2 in 1« erfreute sich schon immer großer Beliebtheit, vor allem dann, wenn es sich um eine so nützliche Kombination handelt wie in diesem Fall: Ein Gletscherhotel in Norwegen soll, wenn es fertig gebaut ist, urlaubshungrigen Menschen ganz viel Erholung bieten und zudem sehr viel mehr Strom erzeugen, als es selbst benötigt.


Das Svart House wird nördlich des Polarkreises liegen. / Foto: Snøhetta

Ein umweltschonendes Domizil nördlich des Polarkreises

Der Name dieses ungewöhnlichen Domizils lautet »Svart House« – und seine Erfinder stützen sich auf den Gedanken, dass eine derartig schöne Umgebung wie die norwegischen Gletscherwelten mit großer ökologischer Vorsicht behandelt werden sollten. Das ringförmig angelegte Hotel soll auf Stelzen errichtet werden und teilweise ins Wasser ragen, genau wie die altbekannten norwegischen Fischerhäuschen (Rorbues) dieser Region. Es wird zu Füßen des zweitgrößten Gletschers Norwegens stehen, ein Stück weit nördlich des Polarkreises. Das Architekturbüro Snøhetta möchte das Plusenergiehaus in Zusammenarbeit mit der Tourismusagentur Arctic Adventure of Norway errichten, die bei ihren Angeboten stets auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit setzt.

Sonne und heiße Quellen liefern die nötige Energie

Unterhalb der Zimmer befindet sich ein Steg, der zu einem entspannten Spaziergang einlädt. Er liegt so hoch über dem Wasser, dass Boote und Kajaks darunter hindurchfahren können. Mit etwas Glück erhaschen die Gäste einen Blick auf das herrliche Naturschauspiel der Polarlichter, doch der grandiose Rundumblick über den einsamen Fjord ist sicher auch schon einiges wert! Die Anfahrt muss auf jeden Fall per Boot erfolgen, denn hier gibt es keine Straßen – und die Errichtung einer neuen Asphaltstrecke wäre einfach ein zu tiefer Eingriff in die Natur. Nicht nur die Solarzellen auf dem Dach des Svart Houses sollen an den extrem langen Sommertagen Energie liefern, sondern auch die zahlreichen heißen Quellen in der direkten Umgebung werden als Wärmelieferanten dienen.


Das Hotel soll auf Stelzen errichtet werden, wie die typischen Fischerhütten der Region. / Foto: Snøhetta

Zum Bau wurde eine spezielle Sonnenkartierung durchgeführt

Die großen Fenster des Gebäudes liegen hinter überdachten Terrassen: So kann die tiefstehende Sonne im Winter ungehindert hineinscheinen und die Räume erwärmen, während die Wärme im Sommer weitgehend ausgesperrt wird – eine Klimaanlage wird also nicht nötig sein. Insgesamt ist das Hotel extrem energiesparend geplant, dafür wurde eine spezielle Sonnenkartierung durchgeführt. Die verwendeten Solarmodule wurden unter Einsatz von Wasserenergie produziert, um den ökologischen Fußabdruck noch weiter zu verringern. Es sieht also ganz so aus, als könne man an diesem Ort guten Gewissens Urlaub machen – nur der Preis könnte für die meisten Interessierten ein echtes Hindernis darstellen.

Quelle: newsgreen.net

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