Immer weniger junge Menschen bewerben sich in den USA als Fluglotsen. In den letzten zehn Jahren ging der Andrang um sechs Prozent zurück, während der Bedarf und die Durchfallerquote auf hohem Niveau verharrten. »Wo finden wir geeignete Leute für diesen anspruchsvollen Job?«, fragten sich die Mitarbeiter der Flugaufsichtsbehörde FAA, um vielversprechende Talente gezielt anzuwerben. Die neue Werbung wendet sich nun bewusst an Gamer, denn die sind in vielen Fällen perfekt vortrainiert.


Gamer als talentierte neue Fluglotsen?

Verdienst nach drei Jahren: rund 132.000 Dollar

Ein Fluglotse muss unbedingt ein High-Performer sein, den die Luftfahrt für seinen Einsatz reichlich belohnt: In den USA winken den Air Traffic Controllern schon nach drei Jahren im Durchschnitt 132.000 Dollar pro Jahr. Um Ihre täglichen Aufgaben zu erfüllen, benötigen sie besonders starke kognitive Fähigkeiten wie detailliertes räumliches und strategisches Denken, die Gabe, gründlich und schnell Probleme zu lösen und erfolgreich mehrere Dinge auf einmal zu tun. Regelmäßige Gamer entwickeln oftmals genau diese Talente, das zeigen auch Gespräche mit aktiven Fluglotsen. Das FAA schreibt dazu: »Mehrere Controller gaben an, dass Gaming Einfluss auf ihre Fähigkeiten hatte, schnell zu denken, konzentriert zu bleiben und mit komplexen Situationen umzugehen.«

Werbevideo startet nun mit dem Xbox-Logo

Also teilte US-Verkehrsminister Sean Duffy nun ein Werbevideo der FAA auf X, das mit dem offiziellen Xbox-One-Logo startet, um anschließend Szenen von Personen beim Gaming zeigt. Rocket League, Madden NFL, Fortnite, League of Legends: Diese bekannten Computerspiele erkennt die angesprochene Zielgruppe sofort wieder. Dazu liefert der Spot die Botschaft: »Es ist kein Spiel, es ist eine Karriere«. Und: »Du hast dafür trainiert.«


Warten daheim am Controller tatsächlich die Top-Talente der Zukunft? Das wird sich noch erweisen. 2025, als die Ansprache noch nicht an die Gamer ging, schafften es jedenfalls nur 600 von 10.000 Bewerbern in die engere Auswahl zum Trainingsprogramm. Die Zahlen müssen also schon sehr hoch sein, um überhaupt eine Ernte einzufahren. Nebenbei ist das Leben kein Computerspiel. Wer im Tower verliert, macht nicht einfach den Rechner aus und geht dann ins Bett. Aber das werden interessierte Gamer sicher kapieren.

Quelle: futurezone.at  

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