Ladepausen sind naturgemäß länger als Tankstopps für Diesel und Benziner. Die Versicherung DA Direkt wollte wissen: Womit beschäftigen sich die Fahrer der Stromer, wenn sie an der Ladesäule stehen? Die Antworten fallen sehr verschieden aus, doch eine Mehrzahl der Befragten gibt sich den leiblichen Genüssen hin. Droht bald eine Ladepositas?


50 Prozent der E-Autofahrer essen während der Ladezeit

Verbrennerfahrer halten die Ladeinfrastruktur mehrheitlich für schlecht

Die Umfrage der DA Direkt konzentrierte sich nicht auf diesen einen Punkt. Sie zielte insgesamt auf den Ladevorgang ab, die Ansichten dazu und den Umgang damit. Dabei kam auch heraus, dass Verbrennerfahrer einen miesen Eindruck von der aktuellen Ladeinfrastruktur haben (65 Prozent halten sie für schlecht) und längere Aufladezeiten als 10 Minuten nicht tolerieren möchten. Stromerfahrer zeigen sich hingegen mit der Verfügbarkeit von Ladesäulen zufrieden, nur 29 Prozent sind es nicht. Das Problem existiert also eher in den Köpfen der Personen, die keine praktische Erfahrung damit haben. Allerdings halten nur 38 Prozent der Stromerfahrer die Infrastruktur bereits für »gut« – ein gewisser Verbesserungsbedarf ist nicht zu leugnen.

Jeder Zweite wirft einen Snack ein, nur 6 Prozent treiben Sport

Nun zu den Pausenaktivitäten der E-Auto-Besitzer: Jeder Zweite von ihnen nutzt die Ladezeit, um sich einen Snack einzuwerfen oder gar ausgiebig zu essen. Nur sechs Prozent entscheiden sich fürs Gegenteil, nämlich die Kalorien per Sport wieder loszuwerden. Jeder Dritte geht einkaufen, ob im Tankshop oder im Supermarkt nebenan. Silvia Künnemann, Leiterin der Product & Customer Experience bei DA Direkt, fasst es in eigene Worte:


»Langeweile beim Laden macht offenbar hungrig. Und wenn das Umfeld ungemütlich und die Aufenthaltsqualität gering sind, wird im Auto gerne gesnackt – nicht selten zu viel, zu fett und zu süß. Das kann langfristig zu Übergewicht führen. Kurzfristig kann zu schwere Kost die Konzentrationsfähigkeit auf der Weiterfahrt negativ beeinflussen.«

Verbrennerfahrer haben es deutlich eiliger als Stromerfahrer

Während im Stromer gemütlich gegessen wird, möchte der durchschnittliche Verbrennerfahrer lieber keine Zeit vergeuden und zu 43 Prozent binnen 10 Minuten zurück auf die Piste. Im E-Auto warten 86 Prozent gerne bis zu 20 Minuten, wenn dafür mindestens 200 Kilometer Reichweite drin sind. 35 Prozent machen auch 30 Minuten Wartezeit nichts aus.

Durchgeführt hat die Umfrage das Meinungsforschungsinstitut Civey. Vom 4. bis 13. März 2026 befragten die Experten 2.500 deutsche Autofahrer ab 18 Jahren online.

Quelle: focus.de  

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