Flavanole, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die hauptsächlich in Kakaobohnen vorkommen, aber auch in Kernobst, Trauben, verschiedenen Teesorten, Beeren, Kräutern und Körnern. Ältere Studien zeigten bereits dass diese Stoffe, die zur Gruppe der Polyphenole gehören, blutdrucksenkend wirken und die Gefäßfunktion bei gesunden Menschen verbessern. Jetzt kommt noch eine weitere Erkenntnis hinzu: Flavanole wirken als Gehirn-Booster, sie kurbeln unser Denken an.


Von <a href=“//commons.wikimedia.org/wiki/User:LivingShadow“ title=“User:LivingShadow“>Simon A. Eugster</a> – <span class=“int-own-work“ lang=“de“>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0, Link

Flavanol-affine Menschen schnitten schon im Eingangstest gut ab

Ein besonders herausragender Effekt stellte sich bei Menschen ein, die vor dem Versuch sehr wenig Flavanole zu sich nahmen. Erhielten sie während einer 12-Wochen-Phase täglich ihre Flavanol-Dosis, verbab. Das bestägte, was die Wissenschaftler rund um Scott Small an der Columbia University in New York aufgrund vorheriger Studien bereits ahnten: Die verbesserte Durchblutung wirkt sich auch aufs Denken aus, ganz konkret auf den Gyrus dentatus im Hippocampus. Dieses Areal ist dafür zuständig, neue Gedächtnisinhalte zu speichern.

211 Probanden nahmen über 12 Wochen Kapseln ein

An der Studie nahmen 211 gesunde Probanden zwischen 50 und 75 Jahren teil. Die Forscher befragten sie ausgiebig zu ihrem Essverhalten und untersuchten ihr Blut auf Flavanole. Sie teilten die Studienteilnehmer dann in vier zufällig ausgewählte Gruppen: Eine Gruppe erhielt Placebokapseln, die anderen drei Flavanol-Kapseln in unterschiedlichen Konzentrationen. Über zwölf Wochen hinweg musste jeder täglich eine ihm verordnete Kapsel einnehmen, zwischendurch und am Ende folgten zwei Tests.


Wer mit Flavanol versorgt war, zeigte bessere Leistungen

Der erste Test stellte sich als zu schwierig heraus, er lieferte nichts als Zufallsergebnisse. Der zweite Test jedoch hatte es in sich: Die Probanden erhielten die Aufgabe, sich möglichst viele Wörter zu merken, die in einer Liste vorkamen. Wer gerade mit viel Flavanol versorgt war, zeigte bessere Leistungen als diejenigen Personen mit wenig Flavanol. Nach Ende der Einnahmephase wurden die Ergebnisse wieder schlechter. Mit Hilfe von MRT-Untersuchungen in Kombination mit einer voxelbasierten Analyse fanden die Wissenschaftler heraus, dass eine verbesserte Durchblutung im Gyrus dentatus die wahrscheinlich Ursache für die erhöhten Denkleistungen war.

Quellen: uniklinik-duesseldorf.de, aerzteblatt.de

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