Elektrisch betriebener Nahverkehr bringt mindestens den einen Vorteil mit sich: Er bewirkt vor Ort keinerlei Emissionen. So bleibt die Luft sauberer und die Stadtbewohner dürfen eine gesündere Umgebung genießen. Sogenannte Cable Cars warten mit noch weiteren Vorzügen auf, vor allem der energiesparende Betrieb dürfte interessant sein.


Personentransport mit Seilbahn in Caracas, Toronto und Las Vegas

Sie bewegen mit Menschen vollgepackte Gondeln auf die Gipfel der Berge, kraftvoll und sicher: Seilbahnen. Diese Antriebsart lässt sich auch sehr gut in der Waagerechten nutzen, die Firma Doppelmayr auf Wolfurt in Österreich macht es vor. Ihre Produkte sind inzwischen in der gesamten Welt vertreten, beispielsweise in Toronto, Las Vegas und Mexiko Stadt. Nur der deutschsprachige Raum hält sich noch stark zurück, weder in Österreich noch in der Schweiz oder in Deutschland konnte bislang eine Strecke in Betrieb gehen.


Der Bremsvorgang speist frische Energie ein

Die Cable Liner des genannten Unternehmens sind sogenannte »People Mover«, sie bestehen aus kleinen Einheiten, die in schneller Frequenz hintereinander fahren und so den Nutzer lange Wartezeiten ersparen. Während beim Anfahren Strom verbraucht wird, speist der Bremsvorgang frische Energie ein: Das macht den Seilbahnbetrieb preislich und umwelttechnisch sehr rentabel. Leider lassen sich keine längeren Strecken mit solchen Bahnen abdecken, 9 km werden als maximale Länge angesehen; doch die bislang weitläufigste Linie misst nur 5,1 km. Jede Strecke wird von nur einem einzigen »Operator« bedient, der in einer Station sitzt, umgeben von Bildschirmen und Technik. »Fahrer« im eigentlichen Sinne gibt es nicht.

Das Schienennetz kreuzt sich nicht mit dem individualen Mischverkehr

Gerade aus diesem Grund kommt das System hauptsächlich als Verbindungslinie zwischen zwei stark frequentierten Punkten zum Einsatz, zum Beispiel in Las Vegas, um Gäste von Hotelcasino zu Hotelcasino zu kutschieren. Nur in den Städten Caracas und Venedig avancierten die österreichischen Cable Liner zu einem Element des öffentlichen Nahverkehrs und transportieren dort in längeren Abständen viele Menschen auf einmal. Möglich ist es also doch, in diesem Verkehrsmittel durch die Stadt zu sausen, doch dafür muss ein spezielles Schienennetz errichtet werden, das sich nicht mit dem individualen Mischverkehr kreuzt: In Venezuelas Hauptstadt befinden sich die fahrerlosen Bahnen auf Trassen hoch in den Lüften.

Im Video: ein Blick auf die Cable Cars in Caracas

System ist in Modulbauweise zu errichten

Das Seilbahnsystem gilt insgesamt als äußerst sicher, eben weil es so ausgerichtet ist, dass keine Autos kreuzen oder Fußgänger auf die Gleise gelangen können. Aufgrund der Modulbauweise lässt es sich auch recht zügig errichten, nur der nötige Platz muss dafür natürlich vorhanden sein. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Blick nach Chicago, wo das Seilbahnprinzip noch dem ursprünglichen Muster folgt und mit Gondeln ausgestattet wird.

Quellen: br-online.de, doppelmayr.com

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1 Kommentar

  1. Achmed Khammas

    11. Juli 2017 at 00:29

    Der Backgroud dieser Technologie – sowie ihre gegenwärtigen Umsetzungen sind noch wesentlich umfangreicher: http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_11_12_neu_mobile_prt_21_seilbahnen.htm

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