2020 werden wir alle so schnell nicht vergessen. Für viele bedeutete das vergangene Jahr Stress pur, Existenzängste, Angst um die Gesundheit. Der Start ins neue Jahr erscheint nicht so viel besser, obwohl gewisse Lichtstreifen am Horizont schimmern. Da wir das große Ganze aber nicht in der Hand haben, tut es gut, zumindest den eigenen Stress herunterzuregulieren. In einem Interview verrät der Neurobiologie Andrew Huberman, der an der berühmten Stanford University beschäftigt ist, zwei einfache, aber effektive Tricks.


So geht es dem Stress an den Kragen

»Optischer Fluss«: Den eigenen Blick weiten

Der optische Fluss, auch Panoramablick genannt, ist die eine Variante, sich selbst zur Ruhe zu führen. Lasst dafür eure Augen in die Ferne schweifen, in Richtung eines fiktiven Horizonts. Haltet den Kopf ruhig und weitet dann den Blick, um die Ränder eures Blickfeldes zu ertasten. Wer auf diese Weise »sieht«, der dämpft Wachsamkeit und Erregung in seinem Hirnstamm. Das hilft auch in einer akuten Stresssituation. Wer den Panoramablick vorher gut geübt hat, schafft es besser, sich zu beruhigen, wenn es mal brennt.


»Physiologischer Seufzer«: Regulation über die Atmung

Daneben gibt es noch eine zweite Anti-Stress-Methode, die weder viel Zeit noch besonderes Können erfordert. »Zwei oder drei physiologische Seufzer sind der schnellste bekannte Weg, die autonome Erregung wieder auf ein normales Niveau zu bringen«, sagt Huberman. Die Art, wie ein Mensch atmet, gibt Auskunft über seinen Stresszustand. Unter beengten Bedingungen, aber auch im Schlaf, sind immer wieder physiologische Seufzer zu hören, die ganz automatisch entweichen. Das geschieht auch bei Tieren, zum Beispiel bei Hunden. Doppeltes Einatmen, danach ein einfaches Ausatmen, so einfach ist das. Schluchzende Kinder machen es dir vor.

Die Seufzer sorgen dafür, dass die Lungenbläschen, die bei Stress zusammenfallen, schnell wieder gefüllt werden. Nebenbei entledigt sich der Körper einer großen Menge Kohlendioxids. Das entlastet und beruhigt.

Quelle: spektrum.de

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