Die in Hamtramck in der Nähe von Detroit gelegene Autofabrik von General Motors wurde in ihrer heutigen Form im Jahr 1985 eröffnet. Inklusive aller Vorgängerbauten wurden an dem Standort aber schon seit 1911 Autos zusammengebaut. In all den Jahren sind dort also Millionen von Verbrennungsmotoren in die Fahrzeuge eingesetzt worden. Damit ist allerdings bereits seit Ende Februar Schluss. Ein Chevrolet war das letzte Auto mit Verbrennungsmotor, das in Hamtramck vom Band lief. Ursprünglich sollte die Fabrik anschließend geschlossen werden. Inzwischen allerdings wurde eine andere Lösung gefunden: Die Anlage wird massiv umgebaut und erlebt eine Neuauflage als Produktionsstätte für Elektroautos. Dafür wird General Motors rund 2,2 Milliarden Dollar investieren.


Bild: Gemeinfrei

In 12 bis 15 Monaten ist der Umbau abgeschlossen

Dafür werden unter anderem neue Maschinen angeschafft, die Förderbänder auf den neuesten Stand gebracht und moderne Werkzeuge in den Prozess integriert. In 12 bis 15 Monaten soll die Produktion schließlich langsam wieder anlaufen. Ausreichend gut ausgebildete Arbeitskräfte werden dann zur Verfügung stehen. Denn General Motors hat die Arbeiter der Fabrik nicht einfach entlassen. Stattdessen werden rund 800 Mitarbeiter vorübergehend in anderen Fabriken des Konzerns arbeiten. Möglich ist dies, weil General Motors im Umfeld von Detroit mehrere Produktionsstätten besitzt. Ab dem Jahr 2021 sollen dann in Hamtramck der rein elektrische GMC Hummer EV und das autonom fahrende Elektroauto Cruise Origin vom Band laufen. Später könnten noch weitere Modelle hinzukommen.

Die Batteriezellen stammen aus dem benachbarten Ohio

Wie viele Fahrzeuge künftig produziert werden, dürfte nicht zuletzt von der Kundennachfrage abhängen. Die alte Anlage besaß am Ende jedenfalls eine Kapazität von 230.000 Fahrzeugen jährlich. Unklar ist noch, welche zusätzlichen Arbeiten zukünftig in Hamtramck durchgeführt werden. So ist bereits bekannt, dass im benachbarten Ohio bald eine eigene Batteriefabrik von General Motors eröffnet wird. Dort sollen die für Elektroautos extrem wichtigen Batteriezellen produziert werden. Denkbar wäre nun, dass diese anschließend in der Autofabrik zu einbaubaren Batteriepacks zusammengesetzt werden. Bestätigt wurde dies von General Motors allerdings noch nicht. Die massiven Investitionen in Michigan und Ohio zeigen aber, dass es GM ernst meint mit der Elektrifizierung der eigenen Modellpalette.


Via: Electrek

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