Die Bilder sind aus US-Filmen und Zeitungen bekannt: In vielen Ländern werden Verhaftete auf der Polizeiwache zunächst fotografiert. Es entstehen dann die berühmten Gefängnisfotos. Diese werden längerfristig gespeichert und können auch später noch einmal genutzt werden. Beispielsweise um sie mit Bildern von Überwachungskameras abzugleichen oder sie Augenzeugen zu zeigen. Das Problem dabei: Bisher handelt es sich lediglich um gewöhnliche 2D-Aufnahmen. Gerade bei Überwachungskameras gucken Verbrecher aber selten direkt in die Kamera. Oftmals ist daher nur ein markanter Teil des Gesichts zu erkennen. Die Polizei in der japanischen Hauptstadt Tokio rüstet daher nun auf. Dort werden verhaftete Personen zukünftig mit 3D-Kameras fotografiert.


Via: Geek.com
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Alleine in der Provinz Tokio gibt es 102 Polizeistationen

Gespeichert wird dann eine dreidimensionale Version des aus drei Richtungen fotografierten Kopfes. Diese lässt sich dann drehen und wenden, um eventuelle Übereinstimmungen mit den Bildern einer Überwachungskamera zu erkennen. Die Polizei hofft, so zukünftig Wiederholungstätern schneller auf die Spur zu kommen. In einem ersten Schritt wurden daher nun alle 102 Polizeistationen in der Region Tokio mit den entsprechenden Kameras ausgestattet. Auf diese Weise soll zügig eine Datenbank mit 3D-Bildern entstehen. Schon bisher konnten die Polizeistationen bei konkretem Bedarf eine 3D-Kamera anfordern. Aufgrund des vergleichsweise großen Aufwands ist dies aber zumeist unterblieben. Ab jetzt kommt die Technik aber zumindest im Raum Tokio flächendeckend zum Einsatz.

Ab April kommt die Technik überall in Tokio zum Einsatz

Die potentiellen Anwendungsmöglichkeiten gehen aber noch viel weiter. So könnten 3D-Kameras beispielsweise auch zur Überwachung eingesetzt werden. Die dabei gemachten Bilder ließen sich dann automatisiert mit der Datenbank der Polizei abgleichen. Das mühsame Auswerten von Videomaterial bliebe den Polizisten so erspart. Allerdings ist fraglich, ob sich eine solche Vorgehensweise mit dem Datenschutz in Einklang bringen ließe. Spätestens im April jedenfalls sollen die Polizeistationen mit dem Aufbau einer Datenbank an 3D-Bildern beginnen. Von da an dürfte dann noch einige Zeit vergehen, bis evaluiert werden kann, ob die neue Technik tatsächlich zu mehr Fahndungserfolgen führt.


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