Dass unser Planet ein Klimaproblem hat, wird zumindest in der Wissenschaft kaum noch angezweifelt. Weltweit wird daher an Lösungen gearbeitet, mit denen man dem fortschreitenden Klimawandel entgegentreten will. Eine große Rolle spielen dabei erneuerbare Energien. Aber bis diese so weit sind, als ernsthafte Alternative zu fossilen Brennstoffen oder Atomenergie aufzutreten, wird sich noch einiges tun müssen.


Windenergie Windräder
Foto: Wind power, Håkan Dahlström, Flickr, CC BY-SA 2.0

Erneuerbare Energien haben ihre Probleme

Die beiden prominentesten erneuerbaren Energien sind Wind- und Solarenergie. Beide teilen das gleiche Problem: Sie sind nicht regelmäßig verfügbar. Während einer Flaute oder eines bedeckten Tages kann Wind- bzw. Sonnenenergie nicht oder nur in geringem Maße produziert werden. Das ist ein allgemeines Problem, das in Gegenden mit tendenziell eher schlechtem Wetter natürlich noch deutlicher zu Tage kommt.

Es gibt bereits heute Lösungen für dieses Problem. Eine Möglichkeit sind Stromspeicher wie etwa Teslas Powerwall für einzelne Haushalte oder größere Lösungen für das gesamte Netz. Das Problem daran ist, dass diese Lösungen noch sehr teuer sind, vor allem, wenn man sie im großen Stil für ein komplettes Stromnetz einsetzen will. Das ist aktuell kaum umsetzbar, und insbesondere ein Stromnetz, das zu 100 Prozent aus Sonnen- und Windenergie nebst entsprechenden Speicherlösungen gespeist wird, liegt noch ein gutes Stück in der Zukunft.


Eine Alternative oder Ergänzung könnte Wasserenergie sein. Bei dieser Energieform ist die Verfügbarkeit aber das größte Problem – viele Nationen haben einfach nicht genug Flussläufe zur Verfügung, zumal die Nutzung von Wasserenergie die Binnenschifffahrt einschränkt.

Der Kampf gegen den Klimawandel erfordert Engagement

Auch wenn in naher bis mittelfristiger Zukunft nicht damit gerechnet werden kann, dass wir uns komplett auf erneuerbare Energien verlassen können, sind diese dennoch bereits heute ein wichtiger Faktor in unserem Strommix und kann die Anteile fossiler Brennstoffe zurückdrängen, was definitiv ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Unabhängig davon, dass die Bundesrepublik sich entschlossen hat, keine Atomenergie zu produzieren, ist diese in jedem Fall auch nicht die richtige Antwort auf den Klimawandel, da sie mit ihren ganz eigenen Risiken einhergeht.

Im Endeffekt ist jede Maßnahme, die den CO2-Ausstoß der Menschheit senkt, zu begrüßen. Das bedeutet aber auch, dass die Lösung für den Klimawandel nicht allein im Energiesektor zu suchen ist. Auch der Verkehrssektor und die Industrie tragen einen großen Teil zu den Emissionen bei. Und auch in diesen Sektoren wird nach Lösungen gesucht.

Der verstärkte Umschwung auf erneuerbare Energien ist allerdings ein wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel. Insbesondere Industriestaaten können viel zu diesem beitragen, indem sie so schnell wie möglich so viel ihres Strommixes wie technisch umsetzbar ist aus erneuerbaren Quellen decken. Dies erfordert jedoch nicht nur technischen Fortschritt, sondern auch den politischen Willen, diesen zu implementieren.

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