Mehr als 9.000 aktive Starlink-Satelliten umkreisen zum heutigen Zeitpunkt bereits die Erde. Der Konzern SpaceX von Elon Musk ist damit der größte Satellitenbetreiber der Welt. Jetzt sollen es noch deutlich mehr werden: Die FCC erteilte die Genehmigung für 7.500 weitere Satelliten – ein massiver Ausbau.


Die Erde ist von Satelliten und Weltraumschrott umgeben

Zunächst gab es noch Bedenken wegen Weltraumschrott

Eine ganze Weile gab es Bedenken gegen eine Erweiterung des Starlink-Projekts. Die FCC (Federal Communications Commission), die in den USA die Kommunikationswege Kabel, Rundfunk und Satellit regelt, befürchtete vor kurzem noch, dass die angestrebte volle Zahl von 15.000 Satelliten zu riskant sei. Es bestünde die Gefahr, dass die Geräte im Orbit mit Weltraumschrott kollidieren. Doch nun scheint das vom Tisch, denn am 10. Januar bekam SpaceX doch grünes Licht von der Behörde. Die erste Genehmigung für mehrere tausend Satelliten der zweiten Generation erteilte die FCC im Dezember 2022.

Niedrigere Flughöhe für 4.400 Satelliten

Während sich der Konzern nun darauf vorbereitet, die nächsten 7.500 künstlichen Trabanten ins All zu schießen, sollen 4.400 bereits vorhandene Satelliten noch dieses Jahr ihre Flughöhe ändern. Eine Absenkung von 550 Kilometer Höhe auf 480 Kilometer ist deshalb geplant, weil in niedrigen Höhen Kollisionen unwahrscheinlicher werden. Mit der neuen FCC-Genehmigung darf SpaceX nun auch erstmals seinen Kunden und Kundinnen weltweit Mobilfunkdienste anbieten – in Zusammenarbeit mit T-Mobile. So kommt das Mobilfunknetz jetzt auch in bis dato abgelegene Gebiete, wo weit und breit keine Sendemasten stehen. Die Empfangsmöglichkeiten für fest installierte Empfänger werden außerdem ausgebaut.


SpaceX kaufte sich eigene Funkfrequenzen

Auf längere Sicht möchte SpaceX nicht mehr abhängig von anderen Mobilfunkanbietern sein und kaufte deshalb die Funkfrequenzen seines Mitbewerbers Echostar zu einem Preis von 17 Milliarden Dollar. Einige andere Anbieter wie Globalstar und Viasat äußern sich kritisch: Umlaufbahnen und Funkfrequenzen stehen in begrenzter Menge zur Verfügung und die Unternehmen vertreten die Ansicht, dass Musks Konzern zu viel Kontrolle darüber erhält. Außerdem befürchten sie mehr Störungen bei ihren eigenen Anlagen. Aufzuhalten wird das Ganze ohnehin nicht mehr sein, die FCC freut sich jedenfalls offiziell auf eine global verbesserte Internetversorgung und einen gestärkten Wettbewerb.

Quelle: golem.de 

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