Die Zeiten der billigen Gummipuppen sind vorbei – der neue Trend im Bereich Sexspielzeug geht hin zu richtigen Sex-Robotern. Diese können sich eigenständig bewegen und versuchen, die Illusion eines echten Partners zu schaffen. Natürlich gelingt das noch nicht so wirklich, aber die aktuell auf dem Markt vorhandenen Modelle sind ja auch nur ein kleiner Ausblick auf das, was in Zukunft möglich ist. Eine Gruppe Wissenschaftler betrachtet diese Entwicklung mit Sorge und hat nun eine Kampagne gegen die Roboter gestartet.


Sex Roboter
Poster Robots, Michael Coghlan, Flickr, CC BY-SA 2.0

Sex-Roboter verstärken Stereotype

Hinter der Kampagne steht Kathleen Richardson, eine Roboter-Ethik-Wissenschaftlerin, die an der Uni DeMontford in Leicester lehrt. Vor allem die Verstärkung von Stereotypen und damit einhergehend die Behinderung der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen durch die hochmodernen Sexspielzeuge wird von den Wissenschaftlern bemängelt.

Die Mehrheit der Kunden von Herstellern, die Sex-Roboter für anspruchsvolle Kunden anbieten, sind männlich und kaufen weibliche Roboter. Dadurch werde das in den Köpfen erschreckend vieler Männer vorhandene Stereotyp der Frau als Sexobjekt weiter verstärkt, so die Wissenschaftler. Die Problematik werde verschärft, je realistischer die Roboter sind.


Sex-Roboter werden immer realistischer

Und die Roboter werden schon jetzt immer realistischer. Der amerikanische Hersteller RealDolls plant im Jahr 2017 einen Sex-Roboter auf den Markt zu bringen, der sogar sprechen kann. Die ebenfalls amerikanische Firma True Companion arbeitet derweil angeblich seit 10 Jahren an einem Roboter namens Roxxxy, der über einen künstlichen Herzschlag, künstliche Körperwärme und sogar künstliche Körperflüssigkeiten verfügt. Natürlich wird auch Roxxxy sprechen können. Außerdem können die Kunden ihre persönliche Roxxxy nach Belieben an ihre individuellen Wünsche anpassen. Auch die Persönlichkeit kann angepasst werden – sogar im Nachhinein. Es gibt 6 verschiedene vorgefertigte Persönlichkeits-Presets, aber auf Wunsch kann der Kunde sogar eine komplett neue Persönlichkeit formen.

Roboter-Sex: Positive Effekte auf die Gesellschaft?

Die Hersteller von Sex-Robotern wollen die im Rahmen der Kampagne erhobenen Vorwürfe natürlich nicht auf sich sitzen lassen und behaupten, Sex-Roboter würden der Gesellschaft positiv zugute kommen. Gegenüber dem Sender CNBC sagte Roxxxys Erfinder, dass sein Roboter nicht als Partnerersatz gedacht sei, sondern eher Partnerschaften erweitern solle. Außerdem er sich vorstellen, dass Roxxxy Menschen therapeutisch helfen könnte, die Probleme mit ihrer Sexualität haben.

Während Sex-Roboter heutzutage noch eine teure und exquisite Angelegenheit sind – Roxxxy soll einen Preis ab 7000 US-Dollar aufwärts haben -, erwarten Experten, dass die mechanischen Bettgefährten in ein paar Jahrzehnten völlig normal und weit verbreitet sein werden. Bereits jetzt kam eine Studie in Großbritannien zu dem Ergebnis, dass einer von fünf Befragten mit einem Roboter ins Bett gehen würde.

via DRadioWissen.de

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1 Kommentar

  1. Basti

    18. September 2015 at 11:44

    Aber Kampf-Roboter gehen klar, oder wie?

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