Die Niederschläge in den Jahren 2018 und 2019 fielen jeweils deutlich niedriger aus als erwartet. Dies lässt sich inzwischen auch mit Zahlen belegen: Seit der erstmaligen Erfassung der Daten im Jahr 1951 gab es keine so trockene Zwei-Jahres-Periode. Die Auswirkungen allerdings waren recht unterschiedlich. So trocknete im heißen Sommer 2018 der Boden vor allem in den oberen Schichten aus. Betroffen war deshalb in erster Linie die Landwirtschaft. Ein Jahr später regnete es dann zwar wieder regelmäßiger. Die Mengen reichten aber nicht aus, um auch die tieferen Schichten ausreichend zu befeuchten. Betroffen waren daher diesmal in erster Linie Gewächse mit weit in den Boden reichenden Wurzeln – etwa Bäume. Dies löste auch auf Seiten der Politik einen starken Handlungsdrang aus.


Wasser
Foto: Water Dance!, Kelly Hunter, Flickr, CC BY-SA 2.0

Seit September regnet es wieder oft und stark genug

Schaut man nun allerdings auf das Grundwasser, ist die Situation schon seit längerem angespannt. Denn seit rund fünf Jahren reichen die Niederschläge nicht aus, um signifikant neues Grundwasser zu bilden. Weil die vorhandenen Vorkommen aber zur Seite abfließen – und etwa zu Flüssen werden – sinkt der Pegel deshalb kontinuierlich. Doch inzwischen ist in diesem Punkt Entspannung in Sicht. Denn seit September haben die Niederschläge in Deutschland wieder stark zugenommen. Dies führte dazu, dass aktuell zumindest die oberen 25 Zentimeter der Böden gut befeuchtet sind. In naher Zukunft wird dies auch zunächst einmal so bleiben. Denn Verdunstung spielt im Winter so gut wie keine Rolle. Damit aber sind alle Voraussetzungen erfüllt, um weitere Niederschläge dann auch in tiefere Regionen und bis zum Grundwasser vordringen zu lassen.

Die Situation ist besser als letztes Jahr

Die Chance, dass sich die Folgen der lange anhaltenden Dürre in den nächsten Monaten stark zurückbilden, sind daher sehr gut. Deutlich besser zumindest als noch im vergangenen Jahr. Damals nämlich setzten die ersehnten Regenfälle erst rund um die Weihnachtstage ein. Das aber war deutlich zu spät, um die Böden noch ausreichend zu befeuchten. Zumindest kurzfristig besteht also durchaus Hoffnung auf Besserung in Sachen Grundwasser. Mittel- und langfristige Prognosen sind allerdings schwierig, weil dafür die Wettervorhersagen noch nicht akkurat genug sind. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass in Folge des Klimawandels die Extremwetter-Ereignisse zunehmen werden. Dies können Dürren sein, aber beispielsweise auch Starkregen. Wie sich das auf den Grundwasserspiegel auswirken wird, muss abgewartet werden.


Via: DLF

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