Als Pendlerfahrzeug ist es gedacht, das Fluggerät X4 des chinesischen Herstellers Rictor. Und bestimmt ist es eine verlockende Idee, über den Stau des Berufsverkehrs hinwegzuschweben, um schon auf dem Firmenparkplatz zu landen, wenn die Kollegen noch unruhig auf dem Lenkrad trommeln. Preislich leistbar ist das gute Teil auch, jedenfalls für Menschen, die sich nicht scheuen, einen guten Mittelklassewagen neu zu kaufen. Ob der EX4 aber in Deutschland fliegen darf? Fraglich.


Der X4 von Rictor
Der X4 von Rictor /Foto: Rictor

Ein persönliches Luftfahrzeug zum Okay-Preis

Unter 40.000 Dollar soll das eVTOL-Fluggerät von Rictor kosten, wenn die Auslieferung im zweiten Quartal dieses Jahres beginnt. Zum Vergleich: Der vielgepriesene Jetson ONE, ein Fluggerät ähnlicher Bauart, schlägt mit 128.000 Dollar zu Buche. Ein enormer Preisunterschied, der die Schranke zwischen »Luxusobjekt« und »Alltagsgerät« bricht. Da beide Hersteller den Anspruch haben, ein persönliches Luftfahrzeug an den Mann und die Frau zu bringen, hätte Rictor deutlich die Nase vorn – falls alles läuft, wie versprochen.

Zum Transport Arme und Propeller einklappen

Die Chinesen stellten ihr einsitziges eVTOL-Flugzeug (Electric Vertical Take-Off and Landing) just auf der CES 2026 in Las Vegas vor. Es handelt sich um ein von acht Motor-/Propeller-Einheiten angetriebenes, drohnenartiges Gerät mit vier Karbonfaserarmen. Der Durchmesser der Propeller beträgt 160 cm. Arme und Propeller lassen sich bei Nichtgebrauch zusammenklappen, sodass der X4 auf die Ladefläche eines Pick-ups passt: ideal für allerlei Ausflüge, zum Beispiel, um sich im Urlaub die Landschaft aus der Vogelperspektive anzusehen.


Gewaltig hoch geht es aber nicht hinaus. Die vorprogrammierten Flugwege kann der X4 nur verfolgen, wenn er sich höchstens 3 Meter in der Luft befindet. Da die Akkuladung nur ungefähr 20 Minuten hält, ist eine Schussfahrt zu den Sternen auch nicht zu empfehlen. Zur Sicherheit ist das Fluggerät mit einem halbfesten Doppelakku ausgestattet: Falls ein Modul versagt, lässt sich der Flieger trotzdem sicher landen – zumindest in der Theorie. Das Notfall-Fallschirmsystem springt ein, wenn alles andere versagt.

Maximal 80 km/h und höchstens 100 kg Nutzlast

Wie ein Hubschrauber erhebt sich der X4 senkrecht in die Luft und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 80 km/h. Mitnehmen kann es als Nutzlast höchstens 100 kg – der Pilot ist darin schon enthalten. Wer also vorhat, auch noch Gepäck zu befördern, sollte selbst nicht allzu schwergewichtig sein. Rictor gibt an, dass seine Neuentwicklung den Vorschriften der US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) Teil 103 entspricht und deshalb in Amerika ohne Lizenz betrieben werden kann. Wer 39.900 Dollar auf den Tisch legt und davon vor Auslieferung eine Anzahlung von 5.000 Dollar leistet, kann in den USA bald schon ausprobieren, ob die Hand des Gesetzes ihn aufhalten wird.

Quelle: newatlas.com  

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