Inzwischen gibt es technisch einige Möglichkeiten, Filme auch Seh- oder Hörgeschädigten zugänglich zu machen. So gibt es auf fast jeder DVD die Option, beschreibende Untertitel hinzuzufügen. Dabei wird dann nicht nur der gesprochene Text, sondern auch wichtige Hintergrundgeräusche und ähnliches wiedergegeben. Filme sind aber noch immer am schönsten, wenn man sie gemeinsam mit Freunden im Kino ansehen kann. Das Berliner Startup GRETA und STARKS hat daher nun eine AR-Brille entwickelt, mit deren Hilfe, Seh- und Hörgeschädigte in jedem Kino auf die für sie wahrnehmbaren Inhalte zurückgreifen können. Taube Zuschauer können sich dann beispielsweise die Untertitel auf dem Monokel einblenden lassen, während sich Blinde die Vorgänge auf der Leinwand erzählen lassen können.


Bild: GRETA und STARKS
Bild: GRETA und STARKS

Die Brille erkennt Filme vollkommen autonom

Der Clou dabei: Die Brille funktioniert unabhängig von der Kinoleinwand. Die Brille erkennt die Inhalte eines Films also automatisch und schaltet dann die dazugehörigen Funktionen zu. Die dahinter stehende Technik funktioniert dabei ähnlich wie die der Musikerkennungsapp Shazam. Kinobetreiber müssen also nicht umrüsten, sondern die Brille funktioniert vollkommen autonom, sobald sie einen Film erkennt. Einige Kinos haben aber bereits angekündigt, die Brille bei Bedarf an Zuschauer zu verleihen. Die anderen Zuschauer im Kinosaal bekommen von dem Einsatz der AR-Brille zudem gar nichts mit. Auch Sprachbarrieren können durch die Brille überwunden werden. So kann sich jeder der möchte, bei einem Kinofilm auch die englischsprachigen Untertitel auf dem Monokel einblenden lassen.

Das Filmangebot soll zukünftig kräftig ausgebaut werden

Inzwischen wurden bereits 185 Filme mit dazugehörigen Untertiteln und Audiodeskriptionen in das System eingepflegt. Grundsätzlich ist die App dabei auch auf Englisch und Französisch erhältlich. Allerdings sind aktuell die meisten Filme noch nur in der deutschen Version verfügbar. Dies soll sich in nächster Zeit aber noch ändern. Zu den Filmen, die bereits an jedem Ort der Welt barrierefrei geschaut werden können gehören beispielsweise der neueste Beitrag aus dem Star Wars Universum „Rogue One“ und Resident Evil 6. Aber auch einige Kinderfilme wurden bereits in die Apps integriert. So ist beispielsweise Timm Thaler in der barrierefreien Version verfügbar. Zukünftig soll das Filmangebot zudem massiv ausgebaut werden.


Via: Greta und Starks

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1 Kommentar

  1. Christoph

    14. Februar 2017 at 18:38

    Die App ist schon ziemlich geil. Für Blinde gibt es die jetzt schon eine ganze Weile. Leider gibt es noch zu viele Filme, für die es keine Audiodiskribtionen gibt. Das liegt immer an den Firmen, die die Filme veröffentlichen.

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