Während schon Astronauten aus aller Welt im All waren, stammten alle Besucher der Mondoberfläche aus den Vereinigten Staaten. Dies liegt auch daran, dass der letzte bemannte Flug zum Mond im Jahr 1972 stattfand. Anschließend wurde aus Kostengründen auf weitere Missionen verzichtet. Nachdem die Amerikaner zudem als erstes auf dem Erdtrabanten waren, hatte auch die Sowjetunion kein Interesse mehr, einen Kosmonauten dorthin zu schicken. In den letzten Jahren allerdings hat die Raumfahrt eine Art Renaissance erlebt. Zahlreiche Staaten weltweit haben ambitionierte Projekte in diesem Bereich angekündigt. In Asien haben sich dabei insbesondere Indien – mit einer extrem kostengünstigen und erfolgreichen Marsmission – sowie China hervorgetan.


Mond
Seit fast 45 Jahren war kein Mensch mehr auf dem Mond. Das soll sich bald ändern. Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Eine Raumstation in der Umlaufbahn des Mondes dient als Basis

Nun aber will Japan nachziehen: Die dortige nationale Raumfahrtbehörde gab bekannt, bis zum Jahr 2030 einen japanischen Astronauten auf den Mond schicken zu wollen. Möglich werden soll dies durch eine enge Kooperation mit der NASA. So wird sich Japan am Aufbau des Deep Space Gateway beteiligen. Diese Raumstation soll in der Umlaufbahn des Mondes platziert werden und später einmal den Ausgangspunkt für weiter in den Weltraum reichende bemannte Missionen darstellen. Ohnehin plant die NASA, den Mond als eine Art Übungsplatz für die später geplante Marsmission zu nutzen. So soll bereits im Jahr 2019 eine Orion-Kapsel einmal um den Mond fliegen – allerdings ohne Besatzung. Zwei Jahre später ist dann wieder eine bemannte Mondmission geplant, bevor mit dem Aufbau der Raumstation begonnen wird.

Auch andere Nationen wollen Astronauten auf den Mond bringen

Die japanischen Raumfahrtbehörden hoffen nun, durch die frühzeitige Unterstützung des Projekts, einen Platz auf der Raumstation für einen japanischen Astronauten sichern zu können. Dieser soll von dort dann auch einmal zur Mondoberfläche aufbrechen und somit als erster Nicht-US-Amerikaner den Erdtrabanten betreten. Dafür allerdings darf es zu keinen Zeitverzögerungen bei der Umsetzung der Pläne kommen. Denn die europäische Raumfahrtagentur ESA sowie die russischen und chinesischen Behörden planen Anfang der 2030er Jahre ebenfalls bemannte Flüge zum Mond durchzuführen. Es wird erwartet, dass Japan im nächsten Jahr mit detaillierten Plänen an die Öffentlichkeit gehen wird.


Via: New Atlas

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