Die zunehmende Verbreitung von nicht recyceltem Plastikmüll ist ein globales Problem. Denn das Plastik macht natürlich nicht an Ländergrenzen halt, sondern verteilt sich in den Ozeanen weltweit. Dies wiederum wird dann auch für Länder zum Problem, die eigentlich ein funktionierendes Plastikmüllsystem haben. Weltweit haben sich daher verschiedene Initiativen des Problems angenommen. In Indien säubern beispielsweise Privatpersonen regelmäßig bestimmte Strandabschnitte, in Deutschland verzichten einige Supermärkte auf den Verkauf von Plastiktüten und in Frankreich und Marokko setzt die Regierung auf strikte Verbote. Ein Netzwerk von mehr als einhundert Nichtregierungsorganisationen möchte diese lokalen Initiativen nun zu einer globalen Kraftanstrengung vereinigen. Primäres Ziel der Bewegung ist es zu verhindern, dass Plastikmüll unkontrolliert in die Umwelt gelangt.


Organisationen aus aller Welt beteiligen sich an der Initiative

Das Gründungstreffen der Bewegung fand dabei bereits im Juli auf den Philippinen statt. Dort wurden insgesamt zehn Ziele und eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Zu den Unterzeichnern gehörten dabei so namhafte Organisationen wie Greenpeace, Zero Waste Europe und das „The Story of Stuff Project“. Die mehr als einhundert Organisationen erklärten dort: „Wir glauben an eine Welt, in der die Landmassen, der Himmel, die Ozeane und die Gewässer einer großen Menge von Lebewesen und nicht einem Überfluss an Plastik eine Heimat geben und wo die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken und das Essen, das wir zu uns nehmen frei sind von giftigen Nebenprodukten der Plastikverschmutzung“.


Jeder kann sich an der Bewegung beteiligen

Folgerichtig will sich die Bewegung daher auch dafür einsetzen, giftige Stoffe aus der Produktion zu entfernen. Die Hersteller sollen zudem verpflichtet werden, die Lebensdauer der verwendeten Materialien bei der Auswahl zu berücksichtigen. Zentral ist zudem der Aufbau von Systemen, die sicherstellen, dass der Plastikmüll wieder eingesammelt und professionell entsorgt wird. In Deutschland gelingt dies inzwischen sehr gut – hier liegt die Quote bei über 99 Prozent. Weltweit betrachtet gelangt aber ein Drittel des Plastikmülls unkontrolliert in die Umwelt. Wer die neue Bewegung unterstützen möchte, kann dies tun, indem er sich auf der Homepage registriert oder in den sozialen Medien den Hashtag #BreakFreeFromPlastic nutzt.

Via: Treehugger

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2 Kommentare

  1. vcds

    22. September 2016 at 17:17

    Wäre ja schön wenns klappt. Solang die Regierungen aber nicht mitspielen, wird es wohl ein traum bleiben.

  2. Klüwer

    23. Juli 2019 at 07:53

    Hallo, ihr schreibt: „Zentral ist zudem der Aufbau von Systemen, die sicherstellen, dass der Plastikmüll wieder eingesammelt und professionell entsorgt wird. In Deutschland gelingt dies inzwischen sehr gut – hier liegt die Quote bei über 99 Prozent.“
    Das ist vollkommen falsch! Die tatsächliche recyclingquote in Deutschland liegt bei 15,5%. Lasst Euch nicht durch falsche Zahlen verschaukeln.

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