Die meisten Leute schütteln sich den Autokauf nicht gerade aus dem Ärmel. Schließlich geht dabei meistens viel Geld über den Tisch, wenn es sich bei dem anvisierten Fahrzeug nicht über eine alte Schrottkiste handelt. Der Autokäufer überlegt sich die Sache also gut und legt mehr denn je auch großen Wert auf die Umweltverträglichkeit seines neuen Wagens. Der Carculator hilft jetzt bei der sprichwörtlichen Qual der Wahl.


Beim Autokauf die Umwelt im Blick behalten

Nicht nur die Nutzungszeit des Autos zählt

Ein Webtool, das die Ökobilanz von Autos berechnet? Am Paul Scherrer Institut in Villigen (Schweiz) war genau dies das Ziel, als die Wissenschaftler begannen, Daten zusammenzutragen und sich auf die Programmierung einzuschießen. Möglichst umfassend sollte der Carculator arbeiten, sodass jeder potentielle Autokäufer die für ihn passenden Informationen erhält. Viele unterschiedliche Fahrzeugtypen und die verschiedenen Antriebe wurden ins Auge gefasst und datentechnisch in die App integriert. Nicht nur die Ökobilanz der Nutzungszeit ist von Interesse, sondern auch der Rohstoff- und Energieverbrauch bei der Fahrzeugproduktion und der Herstellung der einzelnen Antriebsmittel.

Die errechnete Bilanz enthält auch die womöglich angerichteten Umweltschäden, die durch Vergiftung von Abwässern und der Abfallentsorgung entstehen. Das Programm arbeitet die Daten so auf, dass sie für mehrere Fahrzeuge im direkten nebeneinanderstehen – grafisch untermalt, zum besseren Verständnis.


Bestmögliche Unterstützung beim Autokauf

Um eine realistische Auskunft zu erhalten, muss der User auch eingeben, in welchem Land der jeweilige Wagen benutzt werden solle. Denn nur so kann die Software den Strommix zum Aufladen von E-Autos mit einberechnen. Auch synthetische Treibstoffe und Bioprodukte befinden sich in der Auswahl, ebenso wie neun verschiedene Antriebsarten und 88 unterschiedliche Strommixe. Der Carculator ist ein Open-Source-Programm, in das jeder, der möchte, Einblick nehmen kann. Eine Fütterung mit neuen Daten und andere Verbesserungen sind herzlich willkommen. So soll es nicht nur heute, sondern auch in Zukunft möglich sein, den Verbrauchern verlässliche Umweltinformationen zu liefern.

Quelle: wissenschaft.de

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