Den Titel „Grüne Stadt der Zukunft“ trägt ein Projekt des Bundesforschungsministeriums, welches im November 2018 ins Leben gerufen wurde. Gleich vier Forschungseinrichtungen sind in diesem Zuge gemeinsam damit beschäftigt, die Möglichkeiten klimaresilienter Quartiere in wachsenden Städten zu prüfen und in ein praxisnahes Konzept umzusetzen. Somit weist das Projekt den Weg für die Zukunft. Im Klartext: Städte jeder Größe müssen in absehbarer Zeit mehr Klimaresilienz bieten. Es lohnt sich daher ein Blick auf die Frage, was hinter dem Begriff steckt und wie dessen Umsetzung aussehen könnte.


Definition: Was bedeutet Klimaresilienz?

Die Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, beispielsweise also eine Stadt, eventuelle Störungen zu absorbieren, ohne dass dadurch ein (größerer) Schaden entsteht. Bestenfalls ist das System in der Lage, sich zu verändern und so neu zu organisieren, dass die Störungen keine relevanten Auswirkungen haben und die grundlegenden Funktionen sowie Strukturen dadurch trotzdem erhalten bleiben. Was auf den ersten Blick kompliziert klingt, ist auf den zweiten Blick eigentlich ganz einfach: Klimaresiliente Städte können jetzt sowie in Zukunft dem Klimawandel mit all seinen eventuellen Auswirkungen trotzen, ohne dass beispielsweise grundlegende Funktionen wie die Stromversorgung oder das Gesundheitswesen ausfallen. Die Robustheit ist also eine von zwei wichtigen Säulen klimaresilienter Städte.


Doch es gibt noch eine zweite Säule: Der Begriff impliziert nämlich zudem, dass die „grünen Städte der Zukunft“ lernfähig sind. Klimaresilienz ist somit ein andauernder Prozess. Wenn ungeahnte Herausforderungen auftreten, ist die Stadt in der Lage, sich an diese neuen Bedingungen schnellstmöglich anzupassen und somit in Zukunft noch besser sowie zügiger auf das erneute Auftreten dieser Herausforderungen reagieren zu können.

Warum ist Klimaresilienz überhaupt wichtig?

Auf die Frage, wie solche Herausforderungen aussehen könnten, gibt es viele Antworten:

  • Hitzeperioden
  • Dürre
  • Waldbrände
  • Wirbelstürme
  • Überschwemmungen

Solche und ähnliche Umweltkatastrophen könnten in Zukunft zum ganz normalen Alltag in Europa gehören. Aber auch abseits dieses Kontinents zieht die Klimaveränderung gravierende Folgen nach sich: Das Eis der Polkappen schmilzt zunehmend ab und ebenso die Permafrostböden, was eine Kettenreaktion auslöst. Gleichzeitig steigt dadurch der Meeresspiegel und die Anzahl, Dauer sowie Ergiebigkeit von Niederschlägen an einigen Orten. In vielen anderen Regionen bleibt der Regen hingegen aus, sodass mit Hitzewellen, Dürre und dementsprechend auch einer Nahrungsmittelknappheit zu rechnen ist.

Mit steigender Temperatur dehnt sich zudem das Wasser aus, welches durch das Abschmelzen von Gletschern oder Eiskappen ohnehin an Menge gewonnen hat, und führt dadurch zu Überflutungen sowie einer zunehmenden Erosion im Bereich von Küsten oder Niederungen.

Dadurch leidet die Wasserqualität, was in einigen Regionen zu einer Knappheit der Wasserressourcen führen wird – vor allem in den Entwicklungsländern. Das liegt daran, dass sie weniger finanzielle Mittel zur Verfügung haben, um sich klimaresilient aufzustellen und somit unabhängig zu werden von der natürlichen Umwelt. Doch selbst, wo diese Mittel vorhanden sind, wird der Klimawandel spürbare Konsequenzen mit sich bringen:

  • In Nordeuropa ist zunehmend mit Überschwemmungen, extremen Wintern und einem feuchteren Klima im Allgemeinen zu rechnen.
  • In Mittel- und Südeuropa wird es hingegen vermehrt zu einer ungewöhnlichen Trockenheit, zu Hitzewellen im Sommer, Waldbränden oder einer anhaltenden Dürre kommen.
  • Besonders extrem werden die Hitze und Dürre mit erhöhter Brandgefahr im Mittelmeerraum sein, wo bereits in den vergangenen Jahren einige Waldbrände gewütet haben.
  • Aus gesundheitlicher Sicht bedeutet das europaweit mehr Todesfälle durch Hitze.
  • Zugleich nimmt die Anzahl der wasserbasierten Krankheitsüberträger und deren Folgeerkrankungen zu.

Vor allem, aber nicht nur, für die städtischen Gebiete bedeutet der Klimawandel also eine große Herausforderung. Denn hier leben rund vier von fünf Europäern und dementsprechend müssen viele Menschen auf kleinem Raum vor den Gefahren sowie Folgen des Klimawandels geschützt werden.

Das bedeutet hohe Kosten und die Notwendigkeit innovativer Lösungen für die neuen – und teilweise noch unvorhersehbaren – Herausforderungen. An dieser Stelle kommt die Klimaresilienz ins Spiel, denn nur robuste und lernfähige Städte werden in Zukunft schnell und richtig auf neue Probleme reagieren können, die durch die Klimaveränderung entstehen. Damit das funktionieren kann, braucht es eine hohe Beteiligung der Bevölkerung.

Keine Klimaresilienz ohne Beteiligung

Die Zeiten, in welchen städtische Veränderungen durch die Politik diktiert wurden, gehören dank des Klimawandels bald der Vergangenheit an. Stattdessen braucht es für die Klimaresilienz sogenannte Beteiligungsprozesse. Das bedeutet: Alle Akteure in der Stadt müssen am gleichen Strang ziehen. Es braucht ihre Flexibilität, ihr Knowhow und eine hohe Bereitschaft, notwendige Anpassungen aufgrund der Klimafolgen mitzutragen. Solche Beteiligungsprozesse sind per se nicht neu. Die sogenannte „Partizipative Stadtentwicklung“ erlebt schon seit einigen Jahren einen regelrechten Aufschwung. Die Bürger wollen an Entscheidungsprozessen, die ihr Lebensumfeld betreffen, beteiligt werden, was allerdings auch einige Herausforderungen mit sich bringt.

Beteiligungsprozesse und Transformation…

…gehen daher Hand in Hand. Denn eine solche Beteiligung ermöglicht den Austausch über tiefgreifende Änderungen. Dafür kommen Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Erfahrungen oder auch Wertvorstellungen zusammen, um gemeinsam neue Lösungen zu finden, welche das bisher Dagewesene ablösen.

Noch klingt das alles nach Zukunftsmusik, aber erste Pilotprojekte verzeichnen schon jetzt nennenswerte Erfolge. Neben der eingangs erwähnten Initiative des Bundesforschungsministeriums handelt es sich dabei beispielsweise auch um den Dialog „Gemeinsam sind wir klimaresilient – Wie Beteiligung in Städten und Regionen gelingt“ des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung, um nur ein weiteres von vielen Beispielen zu nennen.

Klimaresilienz, Beteiligung und Transformation sind also Themen, welche Deutschland im Bereich der Städteplanung derzeit intensiv beschäftigen – und sie können nur gemeinsam funktionieren. Dabei stellt sich die Frage: Wie?

  • Erst einmal muss eine grundlegende Strategie entwickelt werden, wie Klimaresilienz in der Stadt zukünftig umgesetzt werden kann.
  • Im zweiten Schritt müssen dann die Bürgerinnen sowie Bürger motiviert werden, sich aktiv an den Veränderungen zu beteiligen.
  • Anschließend geht es darum, die Eigenvorsorge im Rahmen von lokalen Initiativen zu stärken und
  • zuletzt können eventuell auftretende Konflikte stets schnell sowie zielgerichtet durch die Beteiligung gelöst werden.

Ziel ist also, dass die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen erarbeiten, um sich so auf den Klimawandel einzustellen und die notwendigen Veränderungen im urbanen Raum anzustoßen. Fakt ist demnach, dass Klimaresilienz in Zukunft für die Städte unverzichtbar sein wird, noch erfordert sie aber ein Umdenken der Bürgerinnen und Bürger – sie dürfen also nicht länger passiv bleiben, sondern müssen die Veränderungen aktiv mittragen.

Das Ganze muss natürlich von einer Instanz organisiert und moderiert werden. Eine Rolle, welche zukünftig vermutlich die Politik übernehmen wird. In jedem Fall muss in den Organisator ein großes Vertrauen bestehen, damit der Prozess von allen Betroffenen unterstützt wird. Genau hierin könnte eine der größten Herausforderungen für die Politiker liegen. Zudem muss erst einmal das notwendige Klimawissen kommuniziert werden, am besten in einfacher Sprache und somit für Laien verständlich, um überhaupt ein Bewusstsein für die Problematik und die Möglichkeiten der Partizipation zu schaffen.

Wie kann Klimaresilienz in Städten aussehen?

Nun liegt es an den Städten, diese Theorie auch in die Praxis umzusetzen. Im Rahmen des Projektes „Grüne Stadt der Zukunft – klimaresiliente Quartiere in einer wachsenden Stadt“ hat München bereits einige vielversprechende Konzepte entwickelt. Die Landeshauptstadt wächst nämlich stark und hat bekanntlich mit einer extremen Wohnungsknappheit zu kämpfen. Hinzu kommt nun aber das Problem, dass auch für Grün- und Freiflächen viel zu wenig Platz bleibt, welche im Sinne einer klimaresilienten Entwicklung unverzichtbar sind.

Dieses ist nur ein Beispiel von vielen, welches verdeutlicht, vor welchen Herausforderungen Großstädte auf ihrem Weg zur Klimaresilienz stehen. Im Fall von München lautet die Lösung vorerst: Durch partizipative Verfahren und Bilanzierungen der Klimaregulation soll eine Analyse erarbeitet werden, welche die verschiedenen Anforderungen gegenüberstellt und somit den besten Kompromiss findet.

Eine Beteiligung ist in diesem Fall also vor allem notwendig, um die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zu erfassen und diese mit anderen Interessengruppen abzugleichen. Aber auch viele weitere deutsche Städte bereiten sich mit individuellen Konzepten auf den Klimawandel vor. Zu den vielversprechendsten Möglichkeiten der Anpassung gehören zum Beispiel:

  • Urbane Strategien zur Klimaanpassung

Urbane Anpassungsmaßnahmen sind notwendig, um sich schon jetzt auf den Klimawandel und dessen zukünftige Folgen auszurichten. Ziel ist dabei vor allem die bessere Vereinbarkeit der Klimaanpassung mit einer effektiven Katastrophenvorsorge. Solche Anpassungsstrategien werden bestenfalls nicht nur lokal, sondern auch regional, national und international umgesetzt.

  • Mobilisierung der finanziellen Mittel

Was es für solche Anpassungsmaßnahmen, aber auch weitere Entwicklungen im Sinne der Klimaresilienz braucht, sind ausreichend finanzielle Mittel. An dieser Stelle haben Großstädte gegenüber ländlichen oder kleineren urbanen Gebieten einen entscheidenden Vorteil. Es gilt also, ausreichend Gelder aus den Wirtschafts- und Verwaltungsstrukturen für die klimaresiliente Anpassung aufzubringen.

Dafür können einerseits lokale Einnahmen genutzt werden, zum Beispiel von den Bürgerinnern und Bürgern gezahlte Steuern. Andererseits kommt auch die Nutzung von nationalen Anleihenmärkten, von marktorientierten Investitionen oder anderen Bezugsquellen infrage.

  • Klimaresilienten Wohnraum bauen

Nachdem die Startvoraussetzungen für die klimaresiliente Aufrüstung der Stadt erfüllt sind, geht es an die Umsetzung konkreter Maßnahmen. Der Wohnraum spielt dabei nicht nur in München eine wichtige Rolle. Für deutsche Ballungsgebiete wird es also in den kommenden Jahren vor allem darum gehen, ausreichend Wohnraum zu schaffen, gleichzeitig aber geeignete Standorte auszuwählen, um das Risiko durch Klimafolgen zu minimieren. Weder darf es dadurch zu Gefährdungen für die Bewohner kommen noch zu Schäden am Gebäude. Neben dem Standort ist dafür auch die Architektur und Substanz des Bauvorhabens wichtig.

  • Sicherstellung der Grundversorgung

Angesichts der Konsequenzen, welche der Klimawandel mit sich bringen könnte, gilt das Zusammenbrechen der Grundversorgung als eines der schlimmsten Szenarien. Auch an dieser Stelle ist es also notwendig, dass Städte und Gemeinden zeitnah Vorkehrungen treffen.

Zu dieser Grundversorgung gehören beispielsweise die Stromversorgung, die Wasserver- und entsorgung, das Telekommunikationsnetz, aber auch die Gesundheitsversorgung sowie die Rettungsdienste. Um oben genannte Szenarien zu verhindern, müssen eventuelle Mängel erkannt und beseitigt werden. Zudem braucht es neue, und zwar resiliente, Infrastrukturen.

  • Neue Strategien der Wasserversorgung

Mit der Wasserversorgung ist ein wichtiges Stichwort gefallen, denn diese ist auch aus gesundheitlicher Sicht relevant. Selbst bei eventuellen Klimakatastrophen muss eine ausreichende Versorgung mit Wasser in hoher Qualität gewährleistet sein.

Umgesetzt werden könnte diese durch autonome Einrichtungen, welche dezentral für die Ver- und Entsorgung zuständig sind. Zudem sollen Speicherkapazitäten deutlich erweitert und alternative Bezugsquellen, beispielsweise für Regen- oder Grauwasser, erschlossen werden, so die aktuellen Pläne der Städte, welche im Sinne der Klimaresilienz umrüsten.

  • Einrichtung von Wärmemanagement

Noch empfinden viele Menschen die steigenden Temperaturen vielleicht als angenehm, doch auf lange Sicht werden sie zu einem Wärmestau und einer schlechten Luftqualität in den (Groß-) Städten führen. Was es daher in den klimaresilienten Städten der Zukunft brauchen wird, ist ein umfassendes Wärmemanagement.

Hierbei kommen die bereits erwähnten Frei- und Grünflächen ins Spiel. Denn je mehr Grünflächen die Stadt besitzt, desto besser wird die Luft auf natürlichem Weg gereinigt. Selbst die Dächer und Wasserflächen können in diesem Zuge begrünt werden. Die Stadt der Zukunft wird also sprichwörtlich „grün“. Zudem bedarf es sogenannter Frischluftkorridore, um warme Luft aus der Stadt leiten und diese somit auf natürlichem Weg „lüften“ zu können.

  • Anpassung der Bauvorschriften

Auch innerhalb der Gebäude ist es wichtig, dass sich verändernde Gegebenheiten direkt beim (Um-) Bau berücksichtigt werden. Es gilt, diese beständiger zu machen gegen Hitze und weitere Wetterextreme – vor allem, aber längst nicht nur, bei wichtigen Institutionen wie Krankenhäusern, Altenheimen oder Kindergärten.

  • Extremwetterereignisse berücksichtigen

Das Stichwort ist bereits gefallen: Neben der Hitze wird es in Zukunft mehr Wetterextreme im Allgemeinen geben. Dazu zählen beispielsweise die Zunahme von Binnenhochwasser oder schwere Stürme. Die klimaresiliente Stadt der Zukunft verfügt daher über ein dezentrales System zur Sicherstellung der Gesundheits- und Energieversorgung in solchen Katastrophenszenarien. Neben der Widerstandsfähigkeit der Gebäude, wie im Punkt zuvor erwähnt, spielt dabei beispielsweise ein intelligentes Abwassersystem eine tragende Rolle, aber auch die Bevorratung von Wasser, Lebensmitteln sowie Treibstoff in großen Mengen.

Die Bürgerinnen und Bürger werden also immer mehr von der städtischen Versorgung abhängig sein, dafür aber auch mehr Partizipation genießen. An dieser Stelle schließt sich der Kreislauf, welcher für eine klimaresiliente Stadt in Zukunft die wichtigste Lebensader sein wird.

Klimaresilienz bedeutet auch Nachhaltigkeit

Solche Maßnahmen sind also wichtige Schritte in eine klimaresiliente Zukunft, welche jede Stadt früher oder später ergreifen muss. Allerdings bleibt dabei noch ein essentieller Aspekt außen vor: Gerade in den Städten gibt es nämlich auch das größte Potenzial, um den Klimawandel zu verlangsamen oder bestenfalls sogar zu stoppen. Klimaresilienz sollte deshalb nicht nur eine Reaktion sein, sondern auch eine Prävention. Für alle Städte und die beteiligten Bürger sollte sich daher die Frage stellen, wie schon jetzt vorsorglich reagiert werden kann, um die Folgen des Klimawandels zukünftig auf ein Minimum zu beschränken?!

Eine dritte wichtige Säule, wenn es um das Thema der klimaresilienten Städte geht, ist demnach die Nachhaltigkeit. Dabei spielen vor allem Ballungszentren eine wichtige Rolle, denn hier wirken sich die Folgen des Klimawandels schon jetzt am stärksten aus. Zudem wird sich die urbane Bevölkerung gemäß aktueller Vorhersagen bis zum Jahr 2050 verdoppeln. Etwa 70 Prozent der Weltbevölkerung werden dann in (Groß-) Städten leben und damit findet dort auch die Ausschüttung von 70 Prozent aller Treibhausgase statt und ebenso etwa 70 Prozent des Energieverbrauchs.

Wenn also hier die nachhaltige Entwicklung jetzt sowie in Zukunft gefördert wird, kann das positive Auswirkungen auf den Klimawandel haben.  Dennoch sind sich die meisten Experten einig, dass es kaum noch möglich sein wird, diese Veränderungen vollständig zu stoppen oder sogar umzukehren. Klimaresilienz ist für die Stadt der Zukunft daher überlebensnotwendig. Neben den bereits erwähnten Maßnahmen für mehr Klimaresilienz, werden in absehbarer Zeit also voraussichtlich auch folgende Möglichkeiten zur Emissionsminderung wichtig:

Energieverbrauch und -effizienz

Den Energieverbrauch in Ballungsgebieten zu verringern, ist eine der effektivsten Strategien im Kampf gegen den Klimawandel. Allerdings können Städte natürlich nicht einfach abgerissen und als klimaresiliente Stadt neu gebaut werden. Daher schreitet der Umbau langsam voran, in Form von strengeren Vorschriften für Neubauten und Umbauten. Aber auch Bestandsbauten werden zunehmend in die Pflicht genommen, im Sinne der Energieeffizienz nachzurüsten.

Ebenso kann ein bewussterer Umgang der Bürgerinnen und Bürger mit der Energie einen Unterschied von 20 bis 50 Prozent machen, so die aktuellen Schätzungen. Auch an dieser Stelle ist eine Partizipation also wichtig! Zuletzt müssen natürlich auch jene Emissionen gesenkt werden, welche für die Erzeugung von Energie anfallen. Der Klimawandel erfordert daher einen Wandel im Bereich der Energieerzeugung.

Fazit: Die Stadt der Zukunft ist also „grün“, aber…

…die Veränderungen gehen weit darüber hinaus. Es wird mehr Frei- und Grünflächen geben, so viel ist sicher. Vermutlich werden sogar die Dächer sowie Wasserflächen zunehmend bepflanzt sein. Vor allem aber ist die Stadt der Zukunft klimaresilient:

Sie ist also einerseits robuster gegenüber Wetterextremen oder Klimakatastrophen und gleichzeitig lernfähig. Dabei arbeiten die Politiker, Bürger und weiteren Interessengruppen eng zusammen – denn sie werden in absehbarer Zeit stark voneinander abhängig sein. Ziel ist, eine klimaresiliente Stadt zu entwickeln, welche auf die Risiken des Klimawandels schnell reagieren kann, ohne dass dabei die Grundversorgung zusammenzubrechen droht.

Gleichzeitig ist die klimaresiliente Stadt von morgen aber auch nachhaltig, um die Risiken durch das veränderte Klima langfristig zu verringern und somit auch präventiv entgegenzuwirken. Gebäude aus robuster Bausubstanz mit begrüntem Dach neben einer Frischluftschneise werden dann also ebenso zum ganz normalen Stadtbild gehören wie autonome Versorgungsinseln, beispielsweise für Wasser, oder große, aber dezentrale Speicher für Lebensmittel.

Was momentan noch nach Utopie klingt, wird in ersten Pilotprojekten bereits jetzt umgesetzt und für die Städte ist es keinesfalls zu früh, um die ersten Schritte in Richtung Klimaresilienz zu gehen. Eine Vision, die also schon bald zur Wirklichkeit werden wird – oder werden muss.

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