Ein viel genutztes Argument von Gegnern der Elektromobilität ist die Behauptung, dass Elektroautos in der Produktion einen so großen CO2-Fußabdruck haben, dass die Vorteile des Betriebs mit Strom eliminiert werden. Eine Untersuchung der European Environment Agency (EEA) kam nun zu dem Schluss, dass dies nicht stimmt. Selbst unter Beachtung der Produktionsphase sind elektrisch betriebene Autos bereits heute besser für das Klima und die Luftqualität als benzin- oder dieselbetriebene Fahrzeuge.


CO2: Elektroautos schlagen Benziner und Dieselfahrzeuge

Der Bericht „Electric vehicles from life cycle and circular economy perspectives“ von der EEA untersucht die aktuelle Beweislage für die Auswirkungen elektrischer Autos auf den Klimawandel, die Luftqualität sowie den durch Verkehr verursachten Lärm.


Bezogen auf Klimawandel und Luftqualität kommt der Bericht zu einem Ergebnis, dass ein durchschnittliches Elektroauto im Verlauf seines Lebenszyklus in Europa weniger Treibhausgasemissionen und Luftverschmutzungen verursacht als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Zwar treffe es zu, dass die Emissionen in der Produktion normalerweise höher sind als bei konventionellen Fahrzeugen, aber dies werde durch die deutlich geringeren Emissionen während der Nutzung des Elektroautos über seine Lebensdauer mehr als wettgemacht.

Mit dem aktuellen Strommix in der EU liegen die totalen Treibhausgas-Emissionen eines Stromers laut der EEA etwa 17 – 30 Prozent unter denen eines normalen Autos. Da die EU den Strommix aber deutlich emmissionsfreier gestalten will, wird dieser Wert bis 2050 bei etwa 73 Prozent liegen.

Auch die Produktion von Elektroautos bringt Probleme

Und auch die lokale Luftqualität profitiert von Elektroautos – der Grund hierfür liegt auf der Hand. Allerdings emittieren auch Elektroautos kleine Partikel von der Straße sowie dem Verschleiß von Reifen und Bremsen. Der Wechsel zu elektrischen Fahrzeugen würde auf lange Sicht auch die Lärmbelästigung durch den Verkehr mindern – selbst nach der Einführung des verpflichtenden Warntons bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Der Bericht weist aber auch darauf hin, dass die beim Bau von Elektroautos verwendeten Batterien weiter ein Problem seien, wenn es um das Thema Rohstoffe geht. Speziell die Verwendung von Kupfer, Nickel und seltenen Erden bei der Produktion seien problematisch. Diese Probleme könnten sich jedoch vermindern, wenn bei der Produktion und Verwendung von Elektroautos mehr Wert auf einen Rohstoffkreislauf gelegt werden würde. Speziell das Recycling der Batterien könnte große Vorteile bringen. Mittel- bis langfristig ist es auch denkbar, dass neue Batterietechnologien diese Nachteile mindern werden.

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