Auf der Erde ist Toyota einer der Autohersteller, die besonders konsequent auf den Wasserstoff-Antrieb setzen. Aus Sicht der Unternehmensführung sprechen dafür vor allem drei Gründe: Die Ladedauer, die Leistungsfähigkeit und die Transportfähigkeit. Seit dem Jahr 2014 hat der Konzern auch die Wasserstoff-Limousine Mirai im Angebot. Beobachter gehen zudem davon aus, dass noch in diesem Jahr ein Nachfolger präsentiert wird. Parallel dazu arbeiten die Ingenieure des Konzerns aber auch an einem futuristischen Projekt: Für die japanische Raumfahrtagentur JAXA wird ein Mondfahrzeug mit Wasserstoffantrieb konzipiert. Die Vorgaben sind allerdings ambitioniert. So sollen die Astronauten mit dem Auto bis zu 10.000 Kilometer zurücklegen können. Parallel zu der Brennstoffzelle ist daher auch der Einsatz von Solarmodulen auf dem Fahrzeug geplant, um so zusätzliche Energie zu gewinnen.


Bild: Toyota

Bis zu vier Astronauten sollen im Fahrzeug wohnen können

Das Mondfahrzeug ist zudem noch einmal deutlich größer als die auf der Erde fahrenden Autos. Geplant wird aktuell mit einer Länge von sechs Metern und einer Breite von 5,20 Metern. Im Innenraum ergäbe sich dadurch ein Volumen von 13.000 Litern. Der Platz wird allerdings auch benötigt. Denn die Astronauten sollen in dem Fahrzeug nicht nur den Mond erkunden, sondern während dieser Touren auch darin wohnen können. Dies wiederum stellt die Ingenieure vor weitere Herausforderungen. So ist eine geschlossene Bauweise nötig, damit die Astronauten keine Raumanzüge tragen müssen. Insgesamt sehen die Planungen vor, dass bis zu vier Astronauten gleichzeitig mit dem Wasserstoff-Mondauto auf die Reise gehen können. Zumindest muss aber niemand ans Steuer: Das Fahrzeug wird vollkommen autonom unterwegs sein.

Der Mond ist das Ziel vieler Nationen

Noch existiert der Toyota für den Mond allerdings nur auf dem Papier. Erstmals zum Einsatz kommen soll er erst in rund zehn Jahren. Die Ingenieure haben also noch etwas Zeit, die theoretischen Überlegungen in die Praxis umzusetzen. Japan ist nicht das einzige Land, das in den letzten Jahren den Mond wieder verstärkt ins Visier genommen hat. So hat China erst kürzlich erstmals eine Raumsonde auf die Rückseite des Mondes geschickt. In Israel wiederum startete vor kurzem der erste privat finanzierte Mondrover in Richtung Weltraum. Parallel dazu arbeitet auch Indien an einer eigenen Mondmission. Noch allerdings ist es nur den Vereinigten Staaten gelungen, tatsächlich Astronauten auf den Erdtrabanten zu bringen. Auch hier haben aber mehrere Länder – darunter eben Japan – inzwischen eigene Missionen angekündigt.


Via: Handelsblatt

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1 Kommentar

  1. Martin

    20. März 2019 at 16:48

    Toll!
    Und wie kommt das Ding auf den Mond??

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