Therapiehunde sind inzwischen keine Seltenheit mehr, ihre Anwesenheit tut tierlieben Menschen einfach gut. Sie beurteilen niemanden nach seinem Äußeren und haben auch keine Scheu vor Sterbenskranken, die von ihren Leiden gezeichnet sind. Aus diesem Grund hat das Frankfurter Krankenhaus einen großen Schritt getan und die Fellnasen für die Palliativstation engagiert.


Therapiehunde eignen sich auch für die Palliativstationen

Zu einigen Patienten hüpfen die Hunde ins Bett

Die Entscheidung liegt bald schon zwei Jahre zurück, damals war die Klinikleitung sich zuerst nicht sicher, welche Art von Tiertherapie die angemessenste ist. Minischweine kamen ebenso in Betracht wie Therapiehunde, aber zuletzt entschieden sich die Verantwortlichen für Letzteres. Bereut haben sie dies keinesfalls, eher im Gegenteil. Das Fazit nach dieser langen Phase des Ausprobierens: Die wohlerzogenen Tiere mit ihrer liebevollen Art bereiten den sterbenskranken Menschen erstaunlich viel Freude. Zu einigen dürfen sie sogar ins Bett hüpfen, sich anschmiegen und tierische Wärme spenden. Andere Patienten, die nicht auf so enge Tuchfühlung gehen möchten, genießen es, wenn der Hund brav auf dem Stuhl am Bett sitzt – fast wie ein menschlicher Besucher.

Auch Luftnot und Erschöpfung lassen nach

Mit Hilfe von Umfragen haben die Ärzte herausgefunden, dass ihre Patienten nach einer Hunde-Therapiesitzung weniger unter Schmerzen und Angst leiden, und dass auch Symptome wie Luftnot und Erschöpfung nachlassen. Eine an Lungenkrebs erkrankte Frau hustet nach einigen Minuten Hundeknuddeln merklich weniger, andere Patienten verspüren durch den tierischen Besuch mehr Kraft oder sie beginnen überhaupt erst, sich zu öffnen. Ein Kranker konnte im Beisein des Hundes plötzlich über alle die Dinge reden, die ihn belasteten und Fragen nach seiner Lebenserwartung sowie dem Tod stellen. Auch die Angehörigen äußern sich positiv über diese Form der Therapie, das Klinikpersonal fühlt sich entlastet.


Die Therapiehunde müssen sorgsam gebadet und gut gekämmt sein, wenn sie die Station betreten. Außerdem werden sie in engen Abständen auf Zecken untersucht und gegen alle wichtigen Krankheiten geimpft. Nicht jeder Vierbeiner kann übrigens diesen wichtigen Job erfüllen: Schon im Welpenalter zeigt sich, wer die richtige innere Ruhe besitzt, um Menschen in schweren Stunden eine kostbare Stütze zu sein.

Quelle: hessenschau.de

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