Autokonzerne investieren traditionell enorme Summen in ihre Entwicklungsabteilungen. Denn aufgrund der großen Konkurrenz kann sich kein Unternehmen auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen. Im Gegenteil: Langfristig erfolgreich ist nur, wer regelmäßig mit Innovationen und Verbesserungen aufwarten kann. Der koreanische Autobauer Hyundai verfolgt daher sogar einen doppelten Forschungs- und Entwicklungsansatz. Zum einen gibt es dort die Ingenieure, die ganz klassisch an der Weiterentwicklung der vorhandenen Modelle arbeiten. Gleichzeitig existiert im legendären Silicon Valley aber auch eine firmeneigene Denkfabrik namens New Horizons Studio. Die Experten dort arbeiten an neuen Ansätzen, die weit über den bisherigen Status hinausgehen. Neuestes Beispiel dafür: Das Konzeptauto Hyundai Tiger-X1, das explizit für Fahrten auf dem Mond entworfen wurde. Theoretisch sind zudem auch Einsätze auf der Erde denkbar.


Bild: Hyundai

Das Auto kann im besten Fall sogar laufen und fliegen

Angetrieben wird der Mini-Rover von einem Elektromotor. Besonders viele Details ließen sich die Entwickler dazu aber bisher noch nicht entlocken. So ist weder die Leistungsfähigkeit noch die Reichweite bekannt. Grundsätzlich soll das Auto aber in die Lage versetzt werden, entweder per Fernsteuerung Befehle zu erhalten oder sogar vollkommen autonom zu fahren. Besonders interessant ist zudem die Gestaltung der Räder. Denn diese befinden sich an Aufhängungen mit mehreren Gelenken. Dadurch lässt sich unter anderem der Abstand der Fahrzelle zum Boden flexibel gestalten. Dies kann auf einem nicht vollständig ebenen Terrain durchaus von Vorteil sein. Die Fähigkeiten gehen aber sogar noch darüber hinaus. Denn theoretisch soll das Fahrzeug zudem auch wie eine Art Roboter vorwärts schreiten können. So lassen sich kleinere Hindernisse einfach übersteigen. Angedacht ist zusätzlich die Kombination mit einer Drohne. Dadurch könnte der Tiger-X1 dann sogar fliegen.

Die Ideen müssen zunächst noch ausführlich erprobt werden

Konzipiert wurde das Konzeptauto für den Transport von Waren. Letztlich dürfte es dem Fahrzeug egal sein, wo die Fahrten stattfinden. Der Mond ist daher nur ein denkbares Einsatzgebiet. Ebenso könnte der Tiger-X1 genutzt werden, um auf der Erde entlegene oder schwer zu erreichende Gebiete zu versorgen. Hier böte sich vor allem ein Einsatz im Anschluss an Naturkatastrophen an. Selbst eine militärische Nutzung wird von den Entwicklern nicht vollständig ausgeschlossen. Zunächst einmal bleibt aber schlicht abzuwarten, was aus der Idee tatsächlich wird. Denn das „X1“ im Namen des Tigers steht nicht etwa für „extraterrestrisch“, sondern für „experimental“. Es wurden also verschiedene Ideen integriert, die nun zunächst einmal auf der Erde ausprobiert werden. Ob das Fahrzeug dann tatsächlich einmal in größeren Stückzahlen produziert wird, steht daher noch in den Sternen. Schaden kann es aber auf jeden Fall nicht, ein Auto für Fahrten auf dem Mond in der Hinterhand zu haben.


Via: Hyundai

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