Roland Gumpert ist kein Neuling in der Automobilszene: Seinem genialen Kopf haben wir den Vierradantrieb des berühmten Audi Quattro zu verdanken, der seinerzeit als Sensation gefeiert wurde. Am 5. März wird Gumpert seine neueste Erfindung der interessierten Öffentlichkeit präsentieren, den elektrisch angetriebenen Sportwagen „Nathalie Race“. Die Enthüllung anlässlich des Genfer Automobilsalons verspricht, ein voller Erfolg zu werden, denn die Daten des Wagens klingen ziemlich fantastisch.


„Nathalie Race“ auf der Piste / Foto: Screenshot aus Youtube-Video s.u.

Der Strom wird direkt bei Bedarf erzeugt

In diesem sportlichen Wagen, der eine normale Straßenzulassung besitzt, sorgt eine Methanol Brennstoffzelle für zuverlässige Antriebsenergie. Der Strom wird direkt bei Bedarf erzeugt, eine Speicherung ist nicht nötig. Nathalie Race wird mit einem Methanol-Wassergemisch betankt, und das innerhalb von 3 Minuten. Mit einer Tankfüllung schafft die flotte Dame ungefähr 850 Kilometer und übertrifft damit jeden Tesla. Methanol ist ein einfach zu produzierender Alkohol, der sich leicht handhaben lässt und dabei weniger Gefahren mit sich bringt als Benzin. Der Methylalkohol ist ein gutes Stück weniger explosiv und schwerer brennbar.

Gumpert stellte seinen Wagen dem Verkehrsminister vor

Gumpert stellte seine Erfindung vor einigen Tagen im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vor. Er erklärte Bundesminister Andreas Scheuer die Funktionsweise und erläutert die technischen Einzelheiten. Mit etwas Glück hat der Fahrzeug-Ingenieur nun schon einen ersten einflussreichen Fan gewonnen! In Gumperts Sportwagenmanufaktur soll demnächst ein „Jedermann-Auto“ entstehen, dass die intelligente Methanol-Brennstoffzellentechnik nutzt. „Nathalie Race“ wird ab Ende dieses Jahres in einer Kleinserie der Marke „Gumpert-AIWAYS“ vom Band laufen, ihr sollen später noch weitere Modelle folgen.


Die wichtigsten technischen Daten auf einem Blick

Für alle, deren Neugier nun geweckt ist, hier noch ein paar technische Daten: Die gute Dame beschleunigt von 0 auf 100 innerhalb von 2,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 300 km/h, das elegante Coupé verfügt über 2 Sitze. In der Notlauffunktion schafft der Wagen noch 50 km, dann muss er endgültig an die Methanol-Tanke. Nathalie verfügt über einen rennsporttauglichen Gitterrohrrahmen, ihre Karosserie besteht aus leichtem Carbon. Alles in allem ein Auto, auf das wir durchaus gespannt sein dürfen.

„Nathalie Race“ vorgestellt im Video

Quelle: epochtimes.de

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2 Kommentare

  1. Andro Wegner

    5. März 2019 at 18:33

    Die Frage ist, wie und aus was wird Methanol hergestellt? – Aus Methan? Aus CO2, H2 oder H2O? Aus sogenannten Energiepflanzen wie Mais oder Raps? Oder organischen Abfällen? Handelt es sich um einen sogenannten Biokraftstoff oder einen Synthese-Kraftstoff? Braucht man für die Herstellung Strom? Wie viel CO2 entsteht bei der Herstellung? Wie effizient ist die Brennstoffzelle? Wenn man diese Daten hat, kann man in etwa einschätzen, wie nützlich, schädlich oder leistungsfähig der Motor ist.

    Die 2. Überlegung ist; Eine Methanol-Brennstoffzelle produziert Abgase, voraussichtlich weniger als ein Verbrennungsmotor, selbst wenn dieser mit Methan betrieben wird. Das heißt, dieses Auto ist wahrscheinlich umweltfreundlicher und effizienter als seine Kollegen mit Verbrennungsmotoren, aber nicht lokal emissionsfrei.

  2. werner

    6. März 2019 at 14:50

    Die Idee hinter Methanol ist, Solar- oder andere mit temporären Spitzen erzeugte Energie speichern zu können. Dazu wird mit Strom Wasserstoff aus Wasser erzeugt, mit CO2 umgesetzt und das entstandene Methanol, welches leicht zu speichern ist, als Energieträger verwendet. Natürlich entsteht bei der verstromung wieder CO2, aber der Prozesskreislauf ist CO2-neutral. Siehe
    http://www.swiss-liquid-future.ch/system/warum-h-methanol/

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