Chirurgen der Johns Hopkins University haben erfolgreich und weltweit zum ersten Mal eine komplette Transplantation eines Penis samt Hodensack durchgeführt. Die Operation scheint bisher sehr erfolgreich verlaufen zu sein – der Patient erholt sich und das Ärzteteam hofft, dass seine neuen Geschlechtsorgane eines Tages ganz normal funktionieren werden.


Bild: Johns Hopkins University

Patient soll volle Funktion zurückerhalten

Insgesamt arbeitete ein Team von neun plastischen Chirurgen und zwei urologischen Chirurgen 14 Stunden lang an der Operation. Transplantiert wurden neben dem Penis auch ein Teil der Bauchwand sowie der Hodensack ohne Hoden. Der Patient war ein anonymer Veteran des US-Militärs, der während eines Einsatzes in Afghanistan verletzt wurde.

It’s a real mind-boggling injury to suffer, it is not an easy one to accept. When I first woke up, I felt finally more normal… with a level of confidence as well. Confidence… like finally I’m okay now„, so der Empfänger der Geschlechtsorgane.


Bild: Johns Hopkins University

Weltweite Premiere mit Risiko

Die Operation ist recht komplex, da unter anderem Haut, Muskeln, Sehnen, Nerven und Blutgefäße erfolgreich verpflanzt werden müssen. Alternativ gäbe es die Möglichkeit, den Penis mit körpereigenem Gewebe zu rekonstruieren. Allerdings würde dies eine Prothese erfordern, um die Erektionsfähigkeit zu gewährleisten. Außerdem ist bei dieser Methode die Infektionsgefahr deutlich höher.

Aber auch die von den Chirurgen verwendete Methode kommt nicht ohne Risiko aus. Wie bei jeder Transplantation besteht die Gefahr, dass der Körper des Empfängers das fremde Gewebe abstößt und beginnt, dieses anzugreifen. Um dem entgegenzuwirken, verabreichen die Ärzte dem Patienten Medikamente, die seine Immunantwort eindämmen.

We are hopeful that this transplant will help restore near-normal urinary and sexual functions for this young man„, so Dr. Andrew Lee, Professor für plastische Chirurgie sowie der Direktor der Abteilung für plastische und rekonstruierende Chirurgie an der Johns Hopkins University School of Medicine.

via Johns Hopkins University

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