Die Nase eines Hundes ist so sensibel, dass sie auf künstlichem Wege nicht nachgebaut werden kann. Deshalb sind die Tiere nicht nur bei vielen Privatpersonen sehr beliebt, sondern auch bei den Sicherheitskräften. Je nach Training können die Hunde beispielsweise Sprengstoff oder Drogen erschnüffeln. Allerdings muss dies den Tieren zuvor aufwändig antrainiert werden. In China dauert die Ausbildung eines Polizeihundes beispielsweise bis zu fünf Jahre und kostet umgerechnet mehr als 60.000 Euro. Bei rund einem Drittel der tierischen Polizeianwärter muss das Training zudem vorzeitig abgebrochen werden, weil sie sich doch nicht als so talentiert erweisen wie gedacht. Die Firma Sinogene Biotechnology Company in Peking hat nun eine umstrittene Lösung für diese Problematik präsentiert: Sie klonte die besonders talentierte Polizeihündin Huahuangma schlicht.


Geklont wurde der „Sherlock Holmes unter den Polizeihunden“

Herausgekommen ist der Welpe Kunxun, der aus genetischer Sicht eine 99,9-prozentige Übereinstimmung mit seinem Klonvorbild besitzt. Die Forscher verbinden daher auch große Hoffnungen mit dem zwei Monate alten Tier. Denn Huahuangma ist nicht irgendein Hund. Vielmehr wird sie wegen ihrer besonders guten Nase auch als „Sherlock Holmes unter den Polizeihunden“ bezeichnet. Die Hoffnung nun ist, dass Kunxun mit den selben genetischen Voraussetzungen auch ähnlich beeindruckende Fähigkeiten entwickeln wird. Zukünftig hat das Unternehmen zudem noch deutlich größere Pläne: Es will Polizeihunde im großen Stil klonen und daraus ein Geschäftsmodell entwickeln. Langfristig könnten dadurch die Kosten und der Zeitaufwand für die Aufstellung einer Hundestaffel deutlich gesenkt werden. Noch ist das Klonen dafür aber schlicht zu teuer.


Das Projekt wirft auch ethische Fragen auf

Wie teuer genau ist allerdings nicht bekannt. Denn dazu hüllten sich die Vertreter der Sinogene Biotechnology Company bisher in Schweigen. Das Projekt wirft zudem auch ethische Fragen auf. Denn bisher ist das Klonen von Nutztieren höchst umstritten. Zwar wird in der Tierzüchtung auch heute schon versucht, bestimmte Eigenschaften besonders zu betonen. Dies geschieht aber lediglich durch Kreuzung und Auslese. Komplette Klone zu nutzen, würde hingegen bedeuten, auch den letzten Rest an Zufall auszuschalten. Ob dies wünschenswert ist, müsste gesellschaftlich diskutiert werden. In China wird man hingegen nun zunächst die Entwicklung von Kunxun abwarten. Kann dieser tatsächlich an die Leistungen von Huahuangma anknüpfen, dürfte das Projekt erst einmal weiter verfolgt werden.

Via: Global Times

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