Obwohl viele Leute inzwischen bewusst auf Fleisch verzichten, steigt die weltweite Nachfrage weiterhin an. Dies bringt einige Probleme mit sich: Denn die klassische Fleischproduktion benötigt viel Wasser und Energie und sorgt zudem für die Entstehung von Treibhausgasen. Verschiedene Forscher und Unternehmen arbeiten daher an alternativen Konzepten. So hat die Firma Impossible Food im Labor einen komplett pflanzlichen Cheeseburger entwickelt. Einen anderen Weg beschreitet das jetzt gegründete Unternehmen Mosa Meat: Dort soll Fleisch künstlich im Labor produziert und anschließend vermarktet werden. Echte Tiere müssten dafür dann nicht mehr geschlachtet werden.


Das erste Stück Laborfleisch kostete 330.000 Dollar

Entwickelt wurde die Methode dabei von Professor Mark Post von der University of Maastricht. Die Basis bilden Stammzellen, die anschließend mit Nährstoffen und wachstumsfördernden Chemikalien versehen werden, so dass sie wachsen und sich vermehren. Wird dann eine bestimmte Größe erreicht, werden sie zu einem großen Stück zusammengesetzt, gefärbt und mit Fett gemischt. Bereits vor zwei Jahren wurde auf diese Weise ein Hamburger produziert und ausgewählten Essenstestern serviert. Die Herstellung war allerdings nicht wirklich günstig: Das Laborfleisch für den Hamburger kostete rund 330.000 Dollar. Die beteiligten Forscher haben seitdem das Verfahren verfeinert und das künstliche Produkt so weiter an die Zusammensetzung echten Fleischs angenähert.


Umweltbelastungen könnten deutlich sinken

Mosa Meat hat zudem nun 25 weitere Wissenschaftler angestellt. Diese sollen vor allem nach Wegen suchen, die künstliche Fleischproduktion so weiter zu entwickeln, dass ein massentaugliches Produkt entsteht. Professor Post ist sich dabei sicher, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre erste Produkte auf den Markt kommen. Für die Umwelt wäre dies durchaus vorteilhaft: Im Labor ist der Energieverbrauch deutlich niedriger und die entstehenden Klimagase können sogar um rund 96 Prozent gesenkt werden. Weideland wird zudem ebenfalls nicht mehr benötigt und könnte zukünftig wieder dem Ackerbau dienen.

Via: BBC

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