Mittlerweile ist die Produktion der Erneuerbaren Energien teilweise so günstig, dass sie es problemlos mit fossilen Energieträgern aufnehmen können – insbesondere wenn man die Folgekosten etwa durch Klimaemissionen mit einberechnet. Dies war allerdings keineswegs immer schon so. Vielmehr musste zunächst massiv in die Entwicklung der entsprechenden Technologien investiert werden, um aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse tatsächlich Strom zu erzeugen. Eine Initiative verschiedener Milliardäre möchte nun dabei helfen, die nächste Generation der sauberen Energiegewinnung zur Marktreife zu bringen. Dazu haben sie einen Fonds namens „Breakthrough Energy Ventures“ aufgelegt. Dieser ist eine Milliarde Dollar schwer und investiert ausschließlich in Projekte der nachhaltigen Stromerzeugung.


Foto:  Bill Gates - OnInnovation.com Interview, Flickr, OnInnovation, CC BY-SA 2.0
Foto: Bill Gates – OnInnovation.com Interview, Flickr, OnInnovation, CC BY-SA 2.0

Das Geld fließt zunächst in die Grundlagenforschung

Neben Bill Gates stehen dabei noch eine ganze Reihe weiterer bekannter Namen hinter dem Projekt. So haben auch Amazon-Gründer Jeff Bezos, Virgin-Chef Richard Branson und Alibaba-Boss Jack Ma einen Beitrag geleistet. „Unser Ziel ist es, Firmen zu entwickeln, die dabei helfen, die nächste Generation an verlässlicher, erschwinglicher und emissionsfreier Energie zu entwickeln“, erläuterte Bill Gates die Hintergründe des Projekts. Das Geld soll also nicht einfach in Windparks oder Solaranlagen investiert werden, sondern zunächst einmal der Grundlagenforschung für neue Ansätze dienen. Langfristig sollen die Forschungsergebnisse dann aber auch genutzt und vermarktet werden, sodass sich ein positiver Effekt für die Klimabilanz ergibt.

Vier Kriterien müssen erfüllt sein

Damit der Fonds in ein Projekt investiert, müssen vier Kriterien erfüllt sein: Es muss das Potential vorhanden sein, die weltweiten Klimaemissionen um mindestens eine halbe Gigatonne zu senken. Außerdem sollten auch andere Investoren gewillt sein, Kapital zu investieren. Zudem ist eine gewisse wissenschaftliche Grundlage eine Voraussetzung für ein Investment. Und zuletzt muss das Unternehmen oder die Forschungsgruppe überhaupt Bedarf an einem geduldigen und flexiblen Investor haben. Konkrete Projekte wurden bisher allerdings noch nicht benannt. Man darf daher gespannt sein, welche Technologien zukünftig durch den neuen Fonds gefördert werden. Denkbar wäre beispielsweise die Förderung von Wellenkraftwerken oder ähnlichen Ansätzen.


Via: Businessgreen

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