Gegen alles gibt es eine Pille, so will es uns die Pharmaindustrie suggerieren. Auch psychische Erkrankungen aller Art werden mit Medikamenten behandelt, eventuelle weitere Therapien finden parallel dazu statt. Das norwegische Gesundheitsministerium hat nun einen Versuchsballon gestartet, psychisch erkrankten Menschen auf natürliche Weise zu helfen.


Medizin-Spritze
Ohne Pillen wieder glücklich werden?

Einige Patienten sind auf Medikamentenentzug

Im Städtchen Asgard, das gar nicht so weit vom nördlichen Polarkreis entfernt liegt, gibt es eine kleine psychiatrische Klinik, die bis vor kurzem noch geschlossen war. Heute prangt ein Schild an der Tür, das frei heraus verkündet: „Behandlung ohne Medikamente“. Und es sind endlich wieder Patienten im Haus, einige davon sogar noch auf Medikamentenentzug. Denn es kommen auch erkrankte Menschen herein, die ihre Psychopharmaka loswerden und ein befreites Leben beginnen möchten, ebenso wie andere, die in den chemischen Teufelskreis gar nicht einsteigen möchten.

Das Ziel: eine sanfte Wiedereingliederung

Die Ärzte in dieser Klinik therapieren mit Bewegungsangeboten, künstlerischer Beschäftigung, Gesprächen und einer sanften Wiedereingliederung. Sie wollen die Wurzel des Übels knacken und den Menschen wieder selbständig lebensfähig machen, statt das Problem in Chemie zu ertränken. Vor allem aber spricht die zugrundeliegende Regierungsanordnung den Patienten das Recht zu, ihre Behandlung selbst zu wählen und Abstand zu nehmen vom pharmazeutischen Weg. Die Lage dieser Klinik lässt sich vor diesem Hintergrund beinahe schon symbolisch sehen: Sie befindet sich an einem weit abgelegenen Ort, wo bereits die Polarlichter sichtbar werden.


Anweisung gilt für insgesamt vier regionale Gesundheitszentren

Leider verfügt dieses Krankenhaus nur über insgesamt sechs Betten, doch die Anweisung des Gesundheitsministeriums gilt zum Glück für drei weitere regionale Gesundheitszentren und ließe sich sicherlich noch ausweiten. Warten wir mal ab, ob dieser Trend auch auf Deutschland übergreift, er könnte hier sicher einigen Zuspruch finden. Denn immer mehr Menschen wenden sich von der chemischen Keule ab und den natürlichen Therapien zu, sie erhalten dabei sicher sehr gern konkrete ärztliche Unterstützung.

Quelle: madinamerica.com

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