Schöne, bunte Kunststoffverpackungen, wohin auch immer man schaut: Diesen Anblick sind wir leider längst gewohnt, ob im örtlichen Supermarkt oder in den eigenen Küchenregalen. Auch Metallicfolien befinden sich darunter, die aus umwelttechnischer Sicht keinen Deut besser sind. Aber ganz auf Verpackungen zu verzichten, das gestaltet sich wirklich schwierig. Ein totaler Wandel ist fällig!


Endstation für Plastikmüll: das Meer …

Plastik verdreckt unsere Böden und Gewässer

Damit Lebensmittel dauerhaft frisch und vor allem hygienisch bleiben, benötigen sie nun einmal Verpackungen. Seit Jahrzehnten wird zu diesem Zweck Plastik verwendet, denn es ist billig herzustellen, hält die Feuchtigkeit fern und das Aroma innen. Außerdem lassen sich Kunststofffolien so herrlich farbenprächtig bedrucken, mit appetitlichen Bildern und aussagekräftigen Beschriftungen, sodass der Kunde bei all dem Produktewirrwarr gleich Bescheid weiß. Leider benötigt das Plastik oft viele Jahrzehnte, um sich in seine Bestandteile aufzulösen und verdreckt inzwischen unsere Böden und Gewässer.

So könnte demnächst mit Eco Star Folie verpackte Produkte aussehen / Foto: Edelmann

Die „Eco Star Folie“ besteht aus kompostierbarer Zellulose

Der Verpackungshersteller Edelmann reiht sich nun ein in die wachsende Liste innovativer Unternehmen, die ganz neue Wege beschreiten. Er hat ein Material entwickelt, das zwar aussieht wie eine ganz normale transparente Folie mit Metalliceffekt, jedoch ganz anders aufgebaut ist. Es besteht aus Zellulose, die aus Holzzellstoff gewonnen wird, und nennt sich ganz folgerichtig „Eco Star Folie“. Die Oberfläche lässt sich nach Belieben bedrucken und prägen, sodass sie im Endeffekt einer Plastikverpackung in nichts nachsteht. Nach Benutzung kommt sie allerdings weder in den gelben Sack noch in den Hausmüll, sondern in den Kompost!


Und was ist mit dem aufgedampften Aluminium?

Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings: Der zarte metallische Glanz entsteht durch eine hauchdünne, aufgedampfte Aluminiumschicht. Vielleicht könnte man darauf noch verzichten, selbst wenn das bedeuten würde, dass die Oberfläche eben etwas stumpfer wirkt. Die Umwelt jedenfalls würde es danken – und auch wir hätten ein besseres Gewissen dabei, die Folie zu kompostieren.

Quelle: cosmetic-business.com

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