Meilenstein erreicht! Das Münchener Startup Sono Motors hat bekannt gegeben, dass bereits mehr als 5.000 Vorbestellungen für das neu entwickelte Elektroauto Sion eingegangen sind. Diese Zielmarke ist von entscheidender Bedeutung, weil das Unternehmen immer betont hat, dass sich erst ab dieser Masse eine Serienproduktion lohnt. Nun soll zeitnah mit der Herstellung der Fahrzeuge bei einem europäischen Auftragsfertiger begonnen werden. Die Besonderheit des Autos liegt in den Solarzellen, die in die Karosserie des Fahrzeugs integriert sind. Diese sollen Strom in die Batterie einspeisen und so die Reichweite des Fahrzeugs erhöhen. Die Batterie soll zudem auch als eine Art mobiler Stromspeicher dienen – also auch Energie in das Stromnetz abgeben können.


Bild: obs/Sono Motors GmbH

Die Basisvariante des Sion kostet 16.000 Euro

Ähnlich wie bei Tesla ist die Vorbestellung jeweils mit einer Anzahlung verbunden. Einige Bestellungen wurden den Angaben des Unternehmens zufolge zudem bereits vollständig bezahlt. Das Startup dürfte nun also über ausreichend Barreserven verfügen, um die Zeit bis zur Auslieferung der ersten Sion-Modelle in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu überbrücken. Sollten tatsächlich alle 5.000 Vorbestellungen realisiert werden, entspräche dies einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Aktuellen Planungen zufolge soll der Sion in der Basisvariante 16.000 Euro kosten. Wie viel Gewinn Sono Motors dann pro verkauftem Fahrzeug machen wird, ist aktuell schwer zu kalkulieren. Die Produktionsprobleme beim neuen Tesla Model 3 zeigen jedenfalls, dass es gar nicht so einfach ist, mit preisgünstigen Elektroautos Geld zu verdienen.

Das Auto als Energiespeicher ist ein vielversprechender Ansatz

Rund achtzig Prozent der Vorbestellungen kommen aus der sogenannten DACH-Region – also aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Aber auch weltweit hat das Solar-Elektroauto Interesse geweckt, sodass sogar in den Vereinigten Staaten erste Kunden gewonnen werden konnten. Ziel von Sono Motors ist es, die Menschen unabhängiger von der Ressource Erdöl zu machen. Der Elektroantrieb des Fahrzeugs stellt dabei eine Komponente dar. Der andere Aspekt ist die Funktion des Autos als Energiespeicher. Dieser Ansatz kann helfen, die Schwankungen der Erneuerbaren Energien auszugleichen und diese somit in noch größeren Mengen nutzen zu können. Eon experimentiert mit einem ähnlichen Ansatz beispielsweise auch in dem Malmöer Vorzeigestadtteil Hyllie. München entwickelt sich somit immer mehr zu einem Standort für aufstrebende Elektro-Startups. Neben Sono Motors ist dort etwa auch Lilium Aviation beheimatet.


Via: Sono Motors

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1 Kommentar

  1. Uwe

    14. Juni 2018 at 12:13

    VW, Audi, Porsche, Daimler und Co. zeigen eindrucksvoll, dass es gar nicht so einfach ist, Abgasvorschriften einzuhalten.

    Da ist der Sion schon wesentlicher weiter!

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