Das Stromportal Enyway verfolgt ein besonderes Ziel: Es möchte den Strommarkt regionalisieren und aus den Händen der Großkonzerne lösen. Jeder Energieverbraucher kann sich hier seinen Versorger selbst wählen, ob es nun die historische Wassermühle im Nachbardorf oder das Solardach der örtlichen Schule ist. Vielleicht gefällt es dir auch besser, wenn dein Stromanbieter den Gewinn für einen guten Zweck spendet: Alles ist möglich!


Von Olaf Oliviero Riemer, CC BY-SA 3.0, Link / Symbolfoto

Die einzelnen Anbieter werden cool in Szene gesetzt

Enyway hat sich von dem großen Hamburger Stromanbieter Lichtblick abgespalten und sein eigenes Geschäftsmodell initiiert. Auf der Webseite werden die angebundenen kleinen Energieerzeuger cool in Szene gesetzt, mit starken Bildern und Drohnenfilmchen. Die Idee: Der Käufer soll erfahren, woher sein Storm stammt und welches Projekt er mit seinem Geld unterstützt. Zugleich geschieht eine emotionale Aufladung, man fühlt sich gleich mit »seinem« Energielieferanten verbunden – zumindest sehr viel mehr als mit einem Stromriesen wie RWE.

500 Jahre alte Wassermühle liefert Energie – und ist ausgebucht

Einer der Anbieter auf diesem Portal ist die historische Wassermühle von Scheeßel, sie liegt im Bundesland Niedersachsen zwischen Bremen und Hamburg. Es handelt sich mittlerweile um ein 500 Jahre altes technisches Denkmal, das ab 1999 liebevoll durch einen extra gegründeten Verein instand gesetzt wurde. Nun produziert die gute, alte Mühle Strom, die daraus resultierenden Einnahmen fließen zum Teil zurück in die Sanierungs- und Wartungskosten. Leider ist die Mühle schon ausgebucht, ihre Energie ist heiß begehrt. Der Mühlenbesitzer lädt seine Kunden sogar zu einer persönlichen Führung vor Ort ein: So etwas hat man nicht alle Tage!


Wachsender Trend: regional Einkaufen in Zeiten der Globalisierung

Zur Auswahl stehen auch drei Windräder, die in einer Obstplantage nahe Hamburg errichtet wurden. Ihr Inhaber spendet einen Teil des Gewinns an ein lokales Hilfsprojekt für Kinder. Wer stöbert, findet sicher noch sehr viel mehr. Ein bisschen erinnert dieser Trend an den aufflammenden Wunsch der Menschen, Lebensmittel regional direkt beim Anbieter zu kaufen. So erfährt man immerhin, woher die Produkte genau stammen und baut eine ganz andere Beziehung zu seinem »täglich Brot« auf. In Zeiten der Globalisierung gewinnt tatsächlich für viele Menschen die Regionalität eine neue Bedeutung – wie eine Art Gegenbewegung zum dominierenden Zeitgeist.

Quelle: enyway.com

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