In den letzten Jahren erlebte die Öl- und Gasförderung in den Vereinigten Staaten noch einmal eine Rennaissance. Der Durchbruch der Frackingindustrie sorgte dabei weltweit für fallende Preise für die fossilen Energieträger. Inzwischen ist diese Form der Energiegewinnung daher oft schon wieder unrentabel. Stattdessen rücken nun die Erneuerbaren Energien verstärkt in den Fokus. So wird vor der Küste Rhode Islands noch in diesem Jahr der erste Offshore-Windpark der Vereinigten Staaten ans Netz gehen. Ebenfalls enormes Potential bietet die Solarenergie. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Untersuchung des Energy Department’s National Renewable Energy Laboratory der USA. Demnach stünden ausreichend geeignete Dachflächen zur Verfügung, um mit Hilfe von dort installierten Solarmodulen vierzig Prozent der landesweit benötigten Energie zu generieren.


128 Städte wurden detailliert unter die Lupe genommen

Diese Zahl ist dabei keine grobe Schätzung, sondern beruht auf einer detaillierten Untersuchung von 128 Städten. Dort wurde jeweils geschaut, welche Dachflächen theoretisch genutzt werden könnten und wieviel Energie sich dort gewinnen ließe – was ja nicht zuletzt von der Anzahl der zu erwartenden Sonnenstunden abhängt. Logischerweise unterschieden sich die Ergebnisse dabei je nach Bausubstanz und geographischer Lage der Stadt – es ließ sich aber ein Durchschnitt berechnen: Eben jene vierzig Prozent des Gesamtbedarfs. Wohlgemerkt handelt es sich dabei ausschließlich um Photovoltaikmodule, die auf den Dächern bestehender Häuser installiert werden könnten.


Auch abseits der Dächer können Solarmodule installiert werden

Diese haben den Vorteil, dass sie auf bestehende Infrastruktur aufbauen und daher vergleichsweise schnell und kleinteilig installiert werden können. Natürlich gibt es aber noch deutlich mehr Möglichkeiten die Sonnenenergie einzufangen. Beispielsweise durch schwimmende Solarparks auf Wasserreservoirs – wie es etwa in der Nähe Londons bereits gemacht wird. Die weiten Flächen der USA bieten sich zudem für den Bau von auf dem Boden installierten Solarkraftwerken an. Dies kann beispielsweise auf nicht mehr genutzten Grundstücken geschehen. So wurden in Japan alte Golfplätze mit Solarmodulen bestückt. Das Gesamtpotential der Sonnenenergie in den USA liegt also noch einmal bedeutend höher als die nun ermittelten vierzig Prozent.

Via: Popsci

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1 Kommentar

  1. Tobi

    3. April 2016 at 10:21

    Machbarkeitsstudie. Theorie und damit schlicht unrealistisch.

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