Mit dem iPad ist es Apple gelungen, eine vollkommen neue Produktkategorie zu etablieren. Nun haben Forscher der Queens University das Konzept noch einmal weiter entwickelt. Sie präsentierten ein Tablet, das sich auf die Größe eines Kugelschreibers zusammenrollen lässt. In diesem Zustand werden die Informationen auf einer kleinen zylinderförmigen Fläche dargestellt. Bei Bedarf kann der Nutzer das Display aber auch mithilfe von Drehknöpfen ausziehen und erhält dann ein 7,5 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2K. Auf diese Weise kann das Gerät dann auch genutzt werden, um etwa Filme zu schauen. In einem Video demonstrierten die Wissenschaftler zudem, wie mit dem rollbaren Tablet auch Telefonate geführt werden können.


Bild: Queen’s University

Das Produkt soll die Fähigkeiten flexibler Displays unter Beweis stellen

Das Besondere des Produkts liegt aber auf der Hand: Das Tablet kann unterwegs in der Hosentasche transportiert werden. Abgesehen davon ist aber noch unklar, inwieweit das rollbare Display einen entscheidenden Vorteil gegenüber den bisher auf dem Markt befindlichen Produkten bietet. Aktuell ist daher auch noch völlig unklar, ob das rollende Tablet namens Magicscroll tatsächlich einmal an Endkunden verkauft werden wird. Den Forschern ging es bei dem Produkt aber wohl auch eher darum, die grundlegenden Fähigkeiten der flexiblen Displays unter Beweis zu stellen. Denn natürlich kann die Technik nicht nur bei Smartphones und Tablets genutzt werden. Vielmehr dürften die smarten Displays im Idealfall ganz neue Produkte und Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.

Innovationen müssen vom Nutzer auch angenommen werden

Als Beispiel nannten die Forscher etwa Mehrweg-Kaffeebecher. Diese könnten mit einem Display auf der Außenseite versehen werden, über das die Nutzer bereits vor dem Betreten des Ladens ihre Bestellung aufgeben können. Auch die Abrechnung könnte so direkt digital erfolgen. Das grundlegende Prinzip lässt sich aber selbstverständlich auch noch auf viele andere Produkte und Anwendungen übertragen. Letztlich dürften solche und ähnliche Innovationen aber davon abhängig sein, dass sie von den Nutzern auch angenommen werden. Auch deshalb haben die Forscher den Magicscroll entwickelt. Mit ihm sollen Erfahrungen im Umgang mit flexiblen Displays gewonnen werden. Auch das Nutzerverhalten kann bei Tests mit realen Produkten besser analysiert werden.


Via: Queen’s University

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