Großstädte tragen überproportional starkt zu den weltweiten Klimaemissionen bei. Eine Studie kam vor kurzem zu dem Ergebnis, dass rund ein Drittel der klimaschädlichen Gase in den großen Städten dieser Welt verursacht werden. Hinzu kommt, dass auch fast alle Städte mit einer zu hohen Luftverschmutzung zu kämpfen haben. In konkreten Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: 92 Prozent der Weltbevölkerung leben in Regionen, in denen die von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen Grenzwerte dauerhaft überschritten werden. Um die beiden Problematiken in den Griff zu bekommen, hat sich die Städteorganisation C40 gegründet. In diesem Rahmen trafen sich nun Vertreter von 82 Großstädten und diskutierten über Lösungen. Den bisher radikalsten Schritt kündigten dabei die Städte Paris, Athen, Madrid und Mexiko Stadt an.


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Luftverschmutzung sorgt weltweit für drei Millionen Todesfälle jährlich

In diesen vier Megametropolen sollen ab dem Jahr 2025 gar keine Fahrzeuge mit Dieselmotor mehr erlaubt sein. Denn der Ruß von Dieselmotoren trägt überdurchschnittlich stark zur Luftverschmutzung und zu den Klimaemissionen bei. Der Kampf gegen zu viele Schmutzpartikel in der Luft ist dabei durchaus von Bedeutung: Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass sich weltweit jährlich drei Millionen Todesfälle auf schlechte Luftqualität zurückführen lassen. Die jetzt getätigte Ankündigung der vier Bürgermeister könnte dabei schon zeitnah eine gewisse Wirkung entfalten. Denn wer in diesen Metropolen wohnt und sich jetzt einen Neuwagen kauft, dürfte dabei das kommende Verbot bereits im Blick haben – und sich vielleicht eher für einen Benziner entscheiden.


Die Städte müssen in den nächsten Jahren Milliarden investieren

In Deutschland gibt es in vielen Innenstädten bereits sogenannte Umweltzonen. Diese dürfen aber auch von neueren Dieselfahrzeugen befahren werden. Eine Initiative dort zumindest nur Fahrzeuge zuzulassen, die den neuesten Auflagen der Euro 6 Norm entsprechen, verlief diesen Sommer im Sande. Die Vertreter der Städte in Mexiko präsentierten zudem eine Reihe von Empfehlungen, die es ermöglichen sollen, die städtischen Klimaemissionen um rund die Hälfte zu senken. Günstig wird dies allerdings nicht: Die Studie geht davon aus, dass dafür weltweit innerhalb der nächsten vier Jahre Investitionen von 353 Milliarden Euro notwendig sind.

Via: Arstechnica

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