Manchmal sind Ideen schlicht ihrer Zeit voraus. Schon im Jahr 2008 gründeten Chris Anthony, Steve Fambro und Michael Johnson das Unternehmen Aptera. Das Ziel damals war es, ein Elektro-Kleinfahrzeug mit einer Reichweite von 160 Kilometern zu entwickeln. Tatsächlich konnte unter anderem Google als Investor gewonnen werden und es gab bereits einen produktionsreifen Prototypen. Dann allerdings scheiterte eine Finanzierung und das Unternehmen schlitterte in die Insolvenz. Nun – rund zehn Jahre später – kommt es zur Neuauflage von Aptera. Die Gründer sind dieselben wie damals. Allerdings hat sich die Zielmarke doch stark verändert: Diesmal soll ein Elektroauto mit einer Reichweite von 1.600 Kilometern gebaut werden. Zunächst werden allerdings rund 2,5 Millionen Dollar benötigt, um drei Prototypen anzufertigen.


Bild: Aptera Via: WeFunder

Die beiden Räder vorne sorgen für den Antrieb

Deshalb haben sich die Gründer an die Crowd gewandt und versuchen aktuell, einen Teil des Geldes auf der Plattform „WeFunder“ einzusammeln. Dort sind auch bereits die ersten Daten und Fakten über das geplante Elektro-Fahrzeug zu finden. Am offensichtlichsten ist dabei die Tatsache, dass es nur drei Räder geben wird. Die Anordnung ist allerdings genau andersherum als bei einem klassischen Dreirad. Das einzelne Rad befindet sich also an der Hinterachse, während die beiden Räder vorne jeweils mit einem Radnabenmotor ausgestattet sind und für den Antrieb sorgen. Der Fahrer sitzt zudem in einer Art Cockpit. Die grundsätzliche Bauweise wurde aber nicht von Flugzeugen inspiriert, sondern vom Bootsbau. So kommen extrem leichte Verbundwerkstoffe zum Einsatz, die aber dennoch für eine enorme Stabilität sorgen und den Fahrer schützen.

Kein Elektroauto ist bisher effizienter

Das geringe Gewicht des Fahrzeugs ist der erste Teil des Geheimnisses hinter der großen Reichweite. Hinzu kommt die Tatsache, dass unterschiedlich große Akkus verbaut werden können. Später einmal soll die Spannweite von 40 bis 100 Kilowattstunden (kWh) Kapazität reichen. Der größte Akku soll das Auto dann voll geladen bis zu 1.600 Kilometer weit bringen. Insgesamt betonen die Gründer aber nicht nur die Leistungsfähigkeit ihrer Entwicklung, sondern vor allem auch die Effizienz: Denn das Auto soll einen Verbrauch von nur 6,2 kWh pro 100 Kilometer gewährleisten. Zum Vergleich: Der Tesla Model 3 kommt auf einen mehr als doppelt so hohen Wert. Die ersten neuen Prototypen sollen nächstes Jahr der Öffentlichkeit präsentiert werden. Zwei Jahre später ist dann schon die Produktion von 11.250 Fahrzeugen im Jahr geplant.


Via: WeFunder

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