Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Schnellladestationen für Elektroautos ist in Deutschland im letzten Jahr stark angestiegen. Wer allerdings irgendwo auf der Autobahn unterwegs ist, den interessiert die landesweite Anzahl der Anlagen nicht so sehr. Vielmehr wird er vor allem wissen wollen, wo sich gerade eine Station in der Nähe befindet. Der Entwickler Mutwin Kraus hat daher eine Online-Karte entwickelt, auf der alle verfügbaren Schnellladepunkte für Elektroautos eingezeichnet sind. Jede dort verzeichnete Station ist zudem mit allen relevanten Informationen versehen. Etwa zu welchen Uhrzeiten dort geladen werden kann, wer der Betreiber ist und welcher Stecker benötigt wird. Alles in allem bietet die CCS-Map somit den idealen Überblick für alle längeren Reisen mit dem Elektroauto.


Bild: Screenshot CCS-Map

Die Karte von Schnellladestationen für Elektroautos bietet auch Statistiken

Der Entwickler der Karte von Schnellladestationen für Elektroautos gibt die Daten allerdings nicht selbst per Hand ein, sondern aggregiert diese aus mehreren lokalen Quellen. Das Ziel ist klar: Dem Nutzer sollen alle relevanten Informationen auf einen Blick präsentiert werden. Gleichzeitig lassen sich die gesammelten Daten aber auch auswerten und analysieren. So kann etwa der eingangs behauptete Anstieg der Schnellladestationen in Deutschland mit konkreten Zahlen aus der Karte unterfüttert werden. Seit Februar 2017 ist die Zahl demnach von 549 auf 1.338 gestiegen – was Platz eins in Europa bedeutet. Auch die Zahl der insgesamt auf der Europakarte verzeichneten Stationen hat in diesem Zeitraum zugelegt – von 2.837 auf 5.502. In einigen Ländern wie Dänemark, den Niederlanden oder Norwegen konnte inzwischen sogar eine beinahe flächendeckende Versorgung erreicht werden.

Im Osten Deutschlands gibt es noch zu wenig schnelle Ladepunkte

Ein Blick auf die deutsche Karte von Schnellladestationen für Elektroautos offenbart hingegen noch gewisse lokale Unterschiede. So sind der Süden und Westen des Landes bereits einigermaßen gut versorgt, während es im Osten noch größere Lücken gibt. Insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern besteht noch Ausbaubedarf. Wobei hier natürlich zwei schwierige Faktoren zusammenkommen: Die Wege in dem Bundesland sind weit, es leben dort aber nur vergleichsweise wenig Menschen. Der wirtschaftliche Betrieb von Schnellladestationen für Elektroautos ist daher deutlich schwieriger als etwa in Nordrhein-Westfalen. Grundsätzlich gilt dies aber auch für Tankstellen – und dennoch hat sich ein flächendeckendes Netz entwickelt. Die Problematik dürfte sich also reduzieren, sobald der Marktanteil der Elektroautos stark ansteigt.


Die Mitte Europas ist bereits sehr gut versorgt

Auch europaweit lassen sich gewisse Unterschiede auf der Karte von Schnellladestationen für Elektroautos feststellen. So sind die Mitte und der Norden des Kontinents bereits vergleichsweise gut versorgt. Von Großbritannien und Norwegen über Frankreich und Deutschland bis nach Österreich und Norditalien sind längere Touren mit dem Elektroauto daher kein Problem. Schon etwas schwieriger wird es hingegen im Westen Europas – etwa in Irland, Spanien und Portugal. Mit einer vorausschauenden Planung sollte aber auch dort ein leerer Akku vermieden werden können. In Osteuropa von Finnland bis Griechenland hingegen kann von einem Netz noch kaum die Rede sein. Vielmehr existieren dort bisher nur vereinzelte Stationen.

Via: CCS-Map

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