Das deutsche Startup Lilium geht bei der Entwicklung des Flugtaxis ganz eigene Wege. Denn die Version des Unternehmens soll zwar senkrecht starten und landen können wie eine Drohne. Während des Flugs kommen aber Tragflächen zum Einsatz. Dadurch soll die Effizienz gesteigert werden, was in der Theorie zu erstaunlichen Werten bei Höchstgeschwindigkeit und Reichweite führt. Zu Beginn des Jahres wurden allerdings einige kritische Stimmen laut, die das grundsätzliche Konzept in Frage stellten. Einige Experten sprachen sogar davon, dass das Unternehmen eine Wunderbatterie benötigen würde, um die kommunizierten Daten zu erreichen. Dem widersprach Lilium-Chef Daniel Wiegand nun aber entschieden. In einem Interview mit dem Handelsblatt betonte er, dass die Kritiker bei ihren Berechnungen mit falschen Zahlen operierten.


Grafik: Lilium

Insgesamt hat das Startup nun 315 Millionen Euro erhalten

Ob das stimmt, lässt sich für Nicht-Physiker nur schwer überprüfen. Zumindest die Investoren von Lilium scheinen von dem Unternehmen aber überzeugt zu sein. Denn trotz der aktuellen Wirtschaftskrise ist es dem Konzern gelungen, eine neue Finanzierungsrunde einzusammeln. Angeführt vom chinesischen Technologiekonzern Tencent investierten die bereits vorhandenen Anteilseigner noch einmal 240 Millionen Dollar in das Unternehmen. Tencent gehört zu den führenden chinesischen Unternehmen und betreibt unter anderem den populären Messengerdienst WeChat. Es ist mit Sicherheit kein schlechtes Zeichen, dass der Konzern nun weiteres Geld in ein deutsches Startup investiert. An den finanziellen Ressourcen sollte die Entwicklung des Lilium Jets zunächst einmal nicht mehr scheitern. Insgesamt sind damit seit der Gründung 315 Millionen Euro in das noch junge Unternehmen geflossen. Das Geld soll nun genutzt werden, um weitere Flugtests durchzuführen und die Serienproduktion vorzubereiten.

Der Zeitplan ist weiterhin durchaus ambitioniert

Das grundsätzliche Ziel bleibt zudem bestehen: Im Jahr 2025 soll der kommerzielle Betrieb starten. Aktuellen Planungen zufolge will Lilium dann nicht nur als reiner Flugtaxi-Bauer fungieren, sondern auch selbst Mobilitätsangebote für den Endkunden betreiben. An diesem Zeitplan soll auch weiterhin festgehalten werden, obwohl Anfang März einer von zwei Prototypen des Unternehmens bei regulären Wartungsarbeiten in Flammen aufging. Die Konkurrenz auf dem Markt für Flugtaxis dürfte allerdings groß werden. So gibt es alleine in Deutschland mit der Firma Volocopter bereits einen ambitionierten Konkurrenten. Weltweit sind zudem so namhafte Firmen wie Uber, Airbus und Boeing ebenfalls in diesem Bereich aktiv. Bisher gibt es aber noch keine Flugtaxis im kommerziellen Betrieb. Einige Standorte wie Dubai oder Singapur versprechen aber, dass die Firmen den Betrieb aufnehmen können, sobald die technische Entwicklung so weit ist.


Via: AeroBuzz

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